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Sommerandachten 2015

Das war's!

Sommerandachten 2015

Das war's mit den Sommerandachten für dieses Jahr!

Wir freuen uns schon, dass Du nächstes Jahr wieder am Start bist und die Sommerandachten liest!
Bis dahin wünschen wir Dir Gottes Segen!

+++ BONUSTRACK +++ Sonntag, 13. September | Komm und ruh dich aus … | Johannes 6, 10

Sommerandachten 2015

>>> Johannes 6, 10 >>>

„Bis Morgen muss ich das Buch zu Ende lesen, das Geschenk für meine Freundin verpacken, für Mathe lernen, meine Großeltern besuchen,…, und das Bad muss auch noch geputzt werden. Dabei waren die letzten Wochen schon so kraftraubend.“ So oder so ähnlich ging es den meisten von uns wohl schon mal. Den vielen Aufgaben steht einfach zu wenig Zeit gegenüber. Selbst wenn der Tag 30 Stunden hätte, wären es immer noch zu viele Dinge.
Manchmal hält so ein Phase eine Stunde, einen Tag oder auch Monate an. In solchen Zeiten fällt es mir sehr schwer, mal eine Pause einzulegen, einfach mal zur Ruhe zu kommen und nichts machen. Sofort schweifen meine Gedanken zu den Aufgaben und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, weil ich mich ausruhe.
Doch genau das wäre für mich dran und wichtig. Das zeigt mir Jesus in dem Bibeltext. Da folgt ihm eine riesige Menschenmenge, welche von seinem Handeln begeistert ist. Sie möchten mehr von ihm erfahren.
Sicherlich, er hätte ihnen schnell eine Predigt halten können und sie wären vielleicht zufrieden nach Hause gegangen. Aber er beugt sich nicht dem Druck der Arbeit, sondern sagt zu dem Volk, sie sollen sich setzen. Er gibt sich und ihnen eine Pause zum Aufatmen und Kraft sammeln. In der damaligen Zeit waren Momente der Ruhe ein wohl noch größeres Geschenk als heute. Ohne Arbeitnehmerschutz waren 16-Stunden-Tage keine Seltenheit.
Jesus fordert uns auf, Pausen einzulegen. So wie Arbeiten seine Zeit hat, hat auch die Pause ihre Berechtigung. Nimmst du dir eine Pause, wenn du merkst deine Kraft geht zu Ende?
Wo und wie nimmst du deine Pause?

Die Menschen haben von den Taten Jesus gehört und folgten ihm. Sie hätten bestimmt auch noch den Hof kehren, die Kinder hüten, das Feld umgraben oder die Wäsche waschen können. Alles Dinge, die gemacht werden musste. Aber sie nehmen sich Zeit für Jesus und suchen seine Nähe.
Nach dieser Begegnung und dem Wunder der Brot- und Fischteilung wollten sie Jesus zum König machen. Sie hatten Kraft getankt und konnten wieder in ihren Alltag zurückkehren und sich den Aufgaben widmen, die anstanden. Und Jesus? Er zog sich auf einen Berg zurück und legte eine Pause ein.

Vielleicht ist es für dich gerade an der Zeit eine Pause einzulegen, sowie es Johannes Falk in seinem Lied beschreibt:

 „Komm und Ruh dich aus“

Du bist müde und ausgelaugt,
hast deine Kräfte aufgebraucht,
und deine Seele ist erschöpft und aufgeschürft
hast deinen Platz schon lang vermisst
ein Ort an dem du schnell vergisst
an dem die Sorgen leichter wiegen als du es sagst

Komm und ruh dich aus, lass die Gedanken langsam fliegen
Komm und ruh dich aus bei mir
Komm und ruh dich aus, lass deine Sorgen bei mir liegen
Komm und ruh dich aus bei mir

Ich trage alles mit dir mit,
begleite dich auf Schritt und Tritt,
und was dein Herz bewegt, geht nicht an mir vorbei.
Deine Träume vergess ich nicht
und halte dich im Gleichgewicht,
wenn der Boden unter den Füßen zu beben scheint.

Komm und ruh dich aus, lass die Gedanken langsam fliegen
Komm und ruh dich aus bei mir
Komm und ruh dich aus, lass deine Sorgen bei mir liegen
Komm und ruh dich aus bei mir

Benedikt Günther, Potsdam

Samstag, 12. September | Du glaubst zu wenig! | Matthäus 17, 14-21

Sommerandachten 2015

>>> Matthäus 17, 14-21 >>>

"Du glaubst zu wenig!" könnte eine ziemlich problematische Schlussfolgerung aus Matthäus 17, 14-21 sein.
Naja, erst einmal bin ich überzeugt davon, dass das stimmt. Wir glauben wirklich zu wenig. Aber erst unsere Reaktion darauf entscheidet, wie problematisch oder - im Gegenteil - wie überaus gewinnbringend diese Erkenntnis sein kann.
Was ist denn an sich „der Glaube“? In Hebräer 11,1 steht: 1. Ich rechne fest damit, dass sich die Dinge erfüllen, auf die ich hoffe (also z.B. dass es ein Leben nach dem Tod gibt) 2. Ich bin überzeugt davon, dass unsichtbare Dinge existieren, die ich nicht begreifen kann (Gott z.B. –Vater, Sohn, Heiliger Geist. Aber auch Dämonen, wie in der Bibelstelle).

In dem Wissen über diese zwei Dinge zu wachsen - das ist - denke ich - Jesu Wunsch für uns, wenn er über den „Kleinglauben“ spricht.
An dieser Stelle begehen wir Christen oft einen Fehler. Ich habe mir z.B. immer nach den Pfingstjugendtreffen vorgenommen, dass ich jetzt mein Leben total verändern werde, in der Hoffnung, dadurch näher zu Gott zu finden und meinen Kleinglauben zu überwinden. Jeden Tag vor der Schule Bibellesen und beten. Sowieso mal die Bibel durchlesen. Nicht nur dann beten, wenn es mir schlecht geht, sondern auch in guten Zeiten und außerdem ganz generell dankbarer zu sein. Wenn ich am Pfingstmontag nachhause gefahren bin, dann hielt ich mein Vorsätze so ca. bis zum Freitag ein.

Jedes Jahr aufs Neue musste ich frustriert feststellen, dass meine Selbstdisziplin nicht stark genug war. Und ich denke, ich bin nicht die Einzige, die durch gute Vorsätze versucht, ihr christliches Leben in den Griff zu kriegen.
Also der Fehler ist, dass wir versuchen, uns eigenmächtig von außen zu verändern. Das wir damit scheitern, ist allerdings nicht frustrierend, denn es gibt einen Weg, der viel einfacher ist.

Echte Veränderung kommt von innen. Und sie kommt von Gott. Er schenkt sie uns. Wir dürfen einfach zugeben, dass wir es allein nicht schaffen. Wir müssen keine christliche Maske aufsetzen und uns zu irgendwelchen geistlichen Übungen zwingen. Gott guckt unser Herz an, er weiß was hinter unseren „frommen Reden“ steckt, er ist geduldig mit uns, und er wartet nur darauf, die Zügel unseres Lebens in die Hand nehmen zu dürfen.
Und wenn Gott uns von innen heraus verändert, dann hat das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass wir mehr Bibellesen und mehr beten werden, einfach weil uns Gott die Freude daran schenkt. Aber es funktioniert eben nicht andersherum – Bibellesen und beten führen nicht automatisch dazu, dass wir daran auch Freude haben und es unser Leben nachhaltig verändert.

Was können wir also tun, um Gott die Zügel in die Hand zu geben und im Glauben zu wachsen? Nichts Großes und doch das Allerwichtigste: beten. Es ist wesentlich einfacher, in dir Veränderung zu schaffen, wenn du auch bereit dazu bist. Also erkläre Gott immer wieder deine Bereitschaft, von ihm verändert zu werden.
Ich weiß, dass Gott diese Gebete immer sehr ernst nimmt. Und auch wenn wir morgen wieder vergessen haben, was wir heute beten, er vergisst es sicher nicht.

Und wenn du nur ein kurzes Gebet betest – „Gott ich habe verstanden, dass meine eigene Kraft nicht ausreicht. Also bitte veränder‘ Du mich aus meinem Inneren heraus“ – du kannst es getrost wieder vergessen und einen Haufen Mist bauen oder sonst irgendwas – Gott erhört deine Gebete, und er wird dich auf seinen Weg führen, um im Glauben zu wachsen.

Veslemøy

Freitag, 11. September | Schaffe, Schaffe, Häusle baue | Matthäus 17, 1-13

Sommerandachten 2015

>>> Matthäus 17, 1-13 >>>

Jeder kennt sie, die Menschen, auf die dieses schwäbische Sprichwort zutrifft. Man findet sie in jeder Gemeinde, in jeder Stadt, in jeder Familie. Mein Opa ist auch so Einer. Das Wort „Rente“ ist in seinem Wortschatz nicht vorhanden. Der Tag, an dem er von seiner Firma in die Rente geschickt wurde, war der Tag, an dem er begann, mit meinem Onkel eine Cateringfirma hoch zu ziehen.

Manche Menschen -hat man das Gefühl- brauchen Arbeit genauso wie Luft und Wasser. Ohne Arbeit sind sie haltlos, fühlen sich vielleicht sogar wertlos und ungebraucht. Arbeit kann natürlich auch ablenken von Alltagsproblemen, Problemen in der Familie oder anderen Dingen, die aktuell sind. Natürlich kann man auch davon ausgehen, dass Menschen, die viel arbeiten, es tun, weil sie ihre Arbeit lieben. Dennoch denke ich, dass alle Menschen gewisse Dinge tun, um sich von anderen Dingen abzulenken.

Jesus ging einmal mit Petrus, Johannes und Jakobus einen Berg hinauf. Auf dem Berg wurde Jesus verwandelt, sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider strahlten hell. Neben ihm tauchten Mose und Elia auf und redeten mit ihm. Petrus, Jakobus und Johannes betrachteten die Szene erstaunt. Petrus, dem das wohl alles zu viel geworden war, fiel auf seine Füße und begann … Ja, was begann eigentlich Petrus?

Was würdest du tun, wenn du allein mit deinen Kumpels auf einem Berg stehen würdest, und plötzlich stehen da zwei Typen, die eigentlich schon längst tot sind - in hellem Licht? Würdest du weg rennen? Würdest du erstarrt da stehen oder sogar in Ohnmacht fallen? Petrus, der „Musterjünger“, tat nichts von alledem, er sagte nur einen Satz zu Jesus: “Herr, hier gefällt es uns! Wenn du willst, werden wir drei Hütten bauen, für dich, für Mose und für Elia!“
Moment mal! Du fragst dich jetzt wie ich, ob du etwas verpasst hast? Da stehen zwei alttestamentarische Helden, in hellem Licht erstrahlt, gemeinsam mit Jesus vor Petrus, und das Einzige, was ihm dazu einfällt, ist:
Ein BAUPROJEKT ??? Drei Hütten?? Petrus, ernsthaft?
Er hätte alles sagen können, er hätte beginnen können zu singen, zu tanzen, zu lobpreisen über die Größe Gottes, aber was tut er … ???

Zurzeit studiere ich Theologie, zumindest beginne ich gerade damit. Ich weiß noch nicht so viel über Gott und seinen Charakter. Dennoch bin ich mir beinahe sicher, dass nach Petrus Vorschlag Gott seine Augen verdrehte und sich mit seiner Hand gegen die Stirn schlug (zumindest symbolisch). Noch während Petrus spricht, verhüllt eine Wolke die Bergspitze, und Gott spricht zu den Jüngern: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe. Auf ihn sollt ihr hören.“ Keineswegs will ich die Bibel umdichten. Aber ich denke doch, dass Gott hier sehr diplomatische Worte gewählt hat, dafür, dass er Petrus eigentlich sagen will, dass es an der Zeit ist, einfach mal die Klappe zu halten und die Lauscher zu spitzen!

Denn ich denke, genau das ist es, was diese Geschichte der Bibel uns vermitteln will! Wie oft stürzen wir uns ohne groß nachzudenken und zuzuhören in die abenteuerlichsten Projekte? Wie oft wollen wir (symbolisch) eine Hütte bauen, um einer uns anscheinend unangenehmen Situation, nämlich der reinen Gemeinschaft mit Gott, aus dem Weg zu gehen?

Du fragst dich, warum du Gott in deinem Leben nicht hören kannst, ihn nicht sehen kannst, ihn nicht spüren kannst? Willst du es denn?

Gott war und ist kein Brechstangengott, du hast die Wahl! Willst du weiter in einer Wolke stehen wie Petrus, oder bist du bereit, die Herrlichkeit Gottes einfach zu genießen? Bist du bereit, dich endlich fallen zu lassen in seine Gnade und Vergebung? Loszulassen und ihn machen zu lassen? Die Zügel abzugeben und ihm bei seinen wunderbaren Plänen und Taten zuzusehen? Wenn du sie genießt, die Herrlichkeit Gottes, dann bin ich mir sicher, dass er dir etwas gibt, wohinein du deine ganze Liebe von ihm und für ihn hineininvestieren kannst!

Dein Häusle, an dem du schaffe darfst! :-)

Greets euer Dave

Donnerstag, 10. September | Vertrauen lernen | Matthäus 16, 21-28

Sommerandachten 2015

>>> Matthäus 16, 21-28 >>>

Jesus erzählte seinen Jüngern von seiner Zukunft, von dem Tod und seiner Auferstehung. Petrus sprach Jesus verwirrt an und stellte das Gesagte in Frage und konnte nicht verstehen, wieso Gott das nicht verhindern sollte? Gott würde ihm das doch nicht antun und ihn davor erretten und beschützen?

Alle anderen hörten geduldig zu, vertrauten ihm, vertrauten auf das, was Gott mit ihnen und Jesus vorhatte.
Es gibt bestimmt ein Paar Situationen in eurem Leben, an denen ihr Gott für einen Moment hinterfragt habt. Wieso das alles so laufen muss, wieso momentan alles so schwierig scheint und du keinen Ausweg siehst? Ist es nicht manchmal so, dass wir zu wenig Vertrauen haben, obwohl wir, im Blick zurück, nie enttäuscht wurden von ihm?
Ich denke, jeder kennt das, und jeder hat das schon einmal durchgemacht.
Ist es schlimm? Wie können wir damit umgehen, und wie lernen wir mehr Vertrauen in bestimmten Situationen zu haben?

Natürlich ist es nicht richtig, alles einfach so anzunehmen und sich nicht zu hinterfragen. Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, und es ist auch wichtig, einmal nicht der gleichen Meinung zu sein wie vielleicht ein anderer, denn das zeigt, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt, denn nur so können wir wachsen in unserem Glauben und mit Gott.

Ist es aber ein Thema, welches dich persönlich betrifft und du Gott einfach nicht verstehen kannst, wieso du so viele Steine in den Weg gelegt bekommst und du fast daran verzweifelst?
Bitte im stillen Gebet in solchen Situationen um Vertrauen und danke ihm, dass er dich an diese Situation gebracht hat, um daran zu wachsen.
Denn nichts passiert ohne Grund, Gott hat nämlich etwas Großes mit Dir vor, und dazu gehört auch dieser steinige Weg.
Petrus hat es auch in diesem Moment nicht erkennen können, welch große Sache dahinter steckte.
Und ist es nicht so, dass, wenn wir uns das klar machen, wir die Größe und die Liebe Gottes spüren können und plötzlich sich ein warmes Gefühl in uns breit macht und wir auf einmal mehr Vertrauen aufbauen können? Probiert es mal aus.
Jesus sagte zu Petrus, „Fort mit dir Satan! Du willst mich zu Fall bringen, denn nicht Göttliches hast du in dir, sondern Menschliches hast du im Sinn.“
Es ist nicht schlimm zu zweifeln, wir sollten aber die Augen öffnen und unser Herz. Beten und ihn darum bitten, dass sich unser Herz öffnet für das Göttliche in uns, dass er uns den Heiligen Geist schenken kann. Denn dann können wir, wie die anderen Jünger, mit Jesus den Weg gehen.

Uns daran erinnern, wie er auf seinem Weg für mich gelitten hat und für mich gestorben ist. Wenn wir mit Jesus unseren Weg gehen und ihn an unserer Seite haben, werden wir viel Tolles sehen und leichter durch die Welt gehen können, weil wir unsere Sorgen nicht alleine tragen müssen.

Nadine Kurfiss

Mittwoch, 9. September | Wer bin ich für dich? | Matthäus 16, 13-20

Sommerandachten 2015

>>> Matthäus 16, 13-20 >>>

Weißt du, wer ich bin? Gut – mein Name steht unten, du weißt also, wie ich heiße. Aber weißt du dadurch auch, wer ich bin? Wer bin ich für dich?

Jesus ist mit seinen Jüngern bereits eine Weile unterwegs, predigt und heilt. Schließlich kommt die Gruppe ganz im Norden Israels an. Dort fragt Jesus seine Jünger, für wen ihn das Volk und für wen ihn seine Jünger halten: Wer bin ich für die Menschen? Wer bin ich für euch?

Die erste Frage fällt den Jüngern scheinbar leicht zu beantworten, denn sie zählen munter auf, wer Jesus für die Leute ist. Elia, Jeremia, Johannes oder andere. Nach jüdischem Glauben sollen sie alle vor dem Messias kommen und ihn ankündigen. Juden erwarten den Messias als den Retter, der von Gott gesandt wird.

Die zweite Frage fällt den Jüngern schwer, und so antwortet nur Petrus: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Petrus bekennt damit, dass Jesus nicht nur ein Prophet ist, der den Messias ankündigt, sondern der Messias selbst (Messias = griechisch: christos).

Für die Jünger ist Jesus nicht irgendjemand. Für die Jünger ist Jesus der versprochene Retter der Welt. Er ist der Sohn Gottes, der die Liebe in die Welt bringt.
Wer ist Jesus für dich? Ist er dir ein Vorbild? Ein Freund und Begleiter? Ein Wunderheiler und Prediger mit guter Botschaft? Oder ist er all das und noch viel mehr, nämlich
der Sohn Gottes?

Ich merke, dass meine Antwort nicht immer so glatt ist wie die von Petrus. Immer wieder kann ich in Jesus nicht den Sohn Gottes erkennen. Dann sehe ich in ihm noch ein Vorbild für gutes Handeln. Mehr noch: Immer wieder verliere ich den Blick auf Jesus. Weil ich viel zu tun habe oder mich ständig mit anderem beschäftige, entgleitet er mir. Dann denke ich nicht an ihn, dann bemerke ich ihn nicht.

Immer wieder erfahre ich, dass Jesus zu mir kommt, sich mir zuwendet und mich fragt: Wer bin ich für dich? Dies geschieht teilweise in Gottesdiensten, Andachten, beim Bibellesen und manchmal „trifft mich einfach der Schlag“ und die Frage Jesu bohrt sich mir in Kopf und Herz: Wer bin ich für dich?
Dann wühle ich in mir nach einer ehrlichen Antwort. Nicht selten knie ich aufgewühlt nieder, singe (schief) die schönsten Melodien und bete zu dem, der mich mit seiner Liebe tief berührt. Endlich kommt mein Herz zu der Antwort, die auch Petrus gibt: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Mein Herz atmet dann erleichtert die Liebe Gottes ein – ich bin wieder froh.

Der Weg mit Jesus – das merken die Jünger, das merke ich, das weißt wohl auch du – ist ein leidenschaftlicher Weg. Ich wünsche dir, dass du alle Höhen und Tiefen, alle Freude und alles Leid gemeinsam mit Jesus durchstehst. Ich wünsche dir, dass du deine Freude und Kraft aus dem Bekenntnis ziehst: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

Manuel Stemmler, Tübingen

Dienstag, 8. September | Ein Strahlen vom Himmel ... | Matthäus 16, 1-12

Sommerandachten 2015

>>> Matthäus 16, 1-12 >>>

Wie oft hast du dir schon ein Zeichen von Gott gewünscht? Ich jedenfalls hab ihn schon oft darum gebeten. Manchmal hätte ich gerne so ein berühmtes Strahlen vom Himmel gehabt, aber auch eine blühende Blume am Schulweg hätte den Dienst erwiesen. Ich dachte, mit so einem Zeichen würde sich für mich Gottes Existenz beweisen lassen. Aber ein solches Zeichen, wie ich es mir vorgestellt oder erbeten habe, hab ich nie gesehen. Wie kommt es nun also, dass ich trotzdem diese Andacht hier schreibe und völlig überzeugt davon bin, dass Gott existiert und mich liebt?

Mir erging es ein bisschen so, wie den Jüngern in unserem Text. Am Anfang des heutigen Bibeltextes lesen wir von einer Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern. Diese wollten Jesu Autorität immer wieder untergraben, da er ihrer Meinung nach den „falschen Glauben“ verkündigte. So wollten sie ihn als einen unfähigen Wanderprediger hinstellen, zum Beispiel eben, indem sie große Zeichen von ihm forderten. Doch Jesus ließ sich nicht darauf ein und sagte zu den Pharisäern:
„Das Aussehen des Himmels könnt ihr beurteilen. Wieso könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht beurteilen?“ (Mt 16, 3; Übersetzung BasisBibel)

In dieser Zeit lernten die Menschen gerade, gewisse Wolken oder Himmelsfärbungen danach zu interpretieren, wann es regen würde, oder wie lange es noch trocken bleiben würde. Dieses Wissen hält Jesus den Pharisäern vor, als er von ihnen zu einem Zeichen aufgefordert wird. Sie lernen zwar, die Zeichen des Himmels zu deuten, aber nicht die von Gott. Oder in die heutige Zeit übersetzt: Wir können erklären, warum sich die Erde dreht, wissen, wie der menschliche Körper aufgebaut ist und können die „Zeichen des Himmels“ zu einer 7-Tage Wettervorhersage deuten, aber haben es verlernt, auf die Zeichen Gottes zu schauen. Jesus warnt im folgen Anschnitt unseres Textes die Jünger vor diesen Ansichten der Pharisäer. Wir, als Jesu Jünger, sollen lernen, eben genau diese Zeichen Gottes zu deuten und nicht nur die Zeichen der Welt.

Gott spricht mit uns auf vielfältige Weise, aber ich habe gelernt, dass er mit uns fast nie so spricht, wie wir es vielleicht erwarten. Er spricht durch andere Menschen, durch die Natur, immer auch wieder durch die Bibel,... Also versuch doch mal, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, und stell dir immer wieder die Frage: Wo kann ich Gott heute entdecken? Oder nimm dir das als Schlussgedanke des heutigen Tages mit, und überleg dir, wenn du im Bett liegst: Wie hat Gott heute zu mir gesprochen?

Ich kann dir versprechen, es lohnt sich!

Sarah Bach, Reutlingen

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