Sommerandachten 2017

Das war's!

Sommerandachten 2017

Das war's mit den Sommerandachten für dieses Jahr!

Wir freuen uns schon, dass Du nächstes Jahr wieder am Start bist und die Sommerandachten liest!
Bis dahin wünschen wir Dir Gottes Segen!

Sonntag, 10. September | Frag nicht Google – frag die Bibel!

Sommerandacht

>>> Psalm 119,57-64

Gesetz: Das klingt für mich zuerst einmal nach Einschränkung, Beschränkung, Verbot und erhobener Zeigefinger. Dieses darfst du nicht und jenes auch nicht ...
Mitten in der Nacht aufzustehen und für die Gesetze zu danken – auf die Idee bin ich bisher in meinem Leben noch nie gekommen! Deshalb frage ich mich: Was bewegt diesen Menschen dazu, Gottes Gebote so hoch zu halten, dass er dafür sogar seinen Schlaf unterbricht und Gott dafür dankt? Total durchgeknallt!
Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Jedenfalls hat der Beter erkannt, dass sein bisheriger Weg ihn nicht wirklich weiter bringt – er spricht davon, dass er sich auf die Suche nach Gott gemacht hat, mit Leib und Seele, seiner ganzen Energie, mit Haut und Haar. So, wie jemand, der seinen Freund / seine Freundin aus den Augen verloren hat und nun wieder in Kontakt mit ihm / ihr treten möchte.
Frag Google – würden wir einem Menschen sagen, der einen verloren Menschen sucht: Lass die Suchmaschine für dich finden.
Für den Beter ist klar – seine Suchmaschine ist die Bibel. Denn darin lässt sich Gott finden. Hier können wir lesen, wie ein Leben nach dem Willen Gottes aussieht – Gottes Gebote sind Leitplanken, die mir helfen, nicht in meinem Leben abzustürzen.
In der Bibel lese ich von Gottes Liebe zu seinen Menschen. In der Bibel entdecke ich, wie Jesus sich den Menschen zuwendet und sie liebevoll ansieht. In der Bibel entdecke ich, wie Gott durch Jesus mich liebevoll ansieht und sehnsüchtig darauf wartet, dass ich mit ihm mein Leben gestalte. Ein einzigartiger, wundervoller Liebesbrief an uns Menschen. Tausendmal besser als Google, wenn ich wissen will, wie mein Leben zu gestalten ist.
Deshalb: Frag die Bibel! Und das am besten mit vielen Freunden und Freundinnen gemeinsam – dann wird es einfacher.

Birgitta Hetzner, Stuttgart-Vaihingen

Samstag, 9. September | Mehr braucht es nicht

Sommerandacht

>>> 4. Mose 20,1-13

Mirjam ist tot. Sie war eine Frau, die motivieren konnte und deren Freude ansteckend war. Ich muss bei ihr immer an die Szene denken, in der sie sich die Pauke schnappt und alle fangen an zu tanzen. Mirjams Tod und Begräbnis wird am Anfang des heutigen Bibeltextes nur kurz erwähnt. Doch ich finde es wichtig, denn mit Mirjam ist jetzt vielleicht auch ein Stück Hoffnung für die Israeliten gestorben, jemals aus dieser öden Wüste rauszukommen. Sie jammern und beschweren sich. Sie scheinen ihr Ziel aus den Augen verloren und vergessen zu haben, was alles war und wie wundervoll Gott bereits gewirkt hat.
Kennst du das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen oder dich ständig im Kreis zu drehen? Du hattest dein Ziel klar vor Augen, hast dafür gekämpft und gearbeitet und bist an deine Grenzen gegangen. Doch dann kamen die Zweifel. Nun siehst du nur noch Hindernisse und weißt gar nicht mehr so richtig, wofür du dich eigentlich anstrengst. Vielleicht fehlt dir jemand, der dich motiviert. So eine Art Mirjam, die auf die Pauke schlägt und was zum Tanzen bringt in dir; jemand, der oder die dich erinnert, dass es ein „Gelobtes Land“ gibt für dich. Etwas, das du für dich suchen und entdecken darfst; etwas, das dir entspricht.
Es ist menschlich, vergesslich zu sein. Trotzdem zeigt sich Gott immer wieder neu. Mich berührt seine große Geduld. Nach dem Begräbnis von Mirjam gibt Gott Mose und Aaron einen Auftrag: Sie sollen mit dem Felsen sprechen, damit Wasser daraus fließt, von dem alle trinken können. Mit diesem Zeichen wollte Gott sein jammerndes und murrendes Volk erinnern, dass er weiterhin da ist und für sie sorgt. Mose und Aaron machten es leider anders als sie sollten: Mose schlug mit seinem Stab gegen den Felsen, obwohl er nur mit dem Felsen sprechen sollte. Damit hat er Gottes Zeichen abgeschwächt und sich selbst in den Vordergrund gedrängt, weil er was „gemacht“ hat. Doch Gott selbst ist es, der sein Volk führen und leiten will. Gott ist es, der für sein Volk sorgt.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott in unserem Leben wirkt. Wir dürfen vertrauen, dass Gott uns das gibt, was wir brauchen. Ich finde das entlastend. Da braucht es nicht noch mehr. Ich muss nicht noch eins draufsetzen, um jemandem was zu beweisen. Ich muss auch nicht Gott beweisen. Ich darf vertrauen, dass er wirkt. Und ich darf das anderen zusprechen. Das ist schon alles. Mehr braucht es nicht.

Denise Huber (Pastorin), Bezirk Backnang

Freitag, 8. September | Deshalb ist die Hoffnung grün

Sommerandacht

>>> 4. Mose 17,16-26

Ich: die Fürsten
Ich laufe nicht gerne einfach mit. Viel lieber habe ich selbst meinen Standpunkt und meine Meinung. Und wenn jemand kommt und mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe, dann regt sich Widerstand – Opposition, Dagegen. Wer mir sagen will, wo’s lang geht, der braucht dafür schon irgendeine Legitimation. Irgendwas, das mir zeigt, dass er tatsächlich mich führen darf. Ein grüner Zweig hat was – besonders wenn mein Zweig trocken bleibt, wenn aus meinen Ideen nichts wachsen kann. Es fällt mir zwar schwer, das dem anderen einzugestehen, aber ich will versuchen, mich darauf einzulassen.

Ich: Aaron
Manchmal bin ich unsicher, ob ich richtig entschieden habe. Ich versuche mich um die zu kümmern, die um mich sind und sie zu leiten, so gut es geht. Aber warum ich? Warum soll ich voran gehen? Für die anderen zeigt mein grüner Stab, dass Gott mich beauftragt hat. Zumindest sie trauen mir zu, dass ich Verantwortung übernehmen soll. Will ich das aber auch selbst? Wäre es nicht leichter einfach in der Masse mitzulaufen? Es fällt mir manchmal schwer, dass andere auf mich schauen und von mir erwarten, dass ich Position beziehe. Aber ich will versuchen, mich darauf einzulassen.

Ich: das Volk
Die da oben spinnen mal wieder. Die haben mir am Anfang der Reise ein gelobtes Land versprochen mit Milch und Honig – oder eben mit Arbeit für alle, Wohlstand und ein besseres Schulsystem. Aber jetzt auf dem Weg ist von alledem nichts zu sehen. Wahlversprechen heute und damals. Da soll ich nicht aufmucken, mich wehren und denen da oben nicht mal das Fürchten lehren? Ihnen zeigen, dass sie so nicht mit mir umgehen können... Ein grüner Zweig in der Wüste – ein kleines Lebenszeichen, wo sonst alles verdorrt ist. Ein Moment der Hoffnung und ein Zeichen für die kleinen Schritte? Ein Zeichen dafür, dass es einen Neubeginn geben kann, der mit zarten Blättern beginnt? Oft will ich, dass alles für mich schon fertig ist und andere sich darum kümmern, dass es mir gut geht. Es fällt mir schwer zu akzeptieren, dass ein guter Weg Zeit braucht und Menschen, aber ich will versuchen, mich darauf einzulassen.

Maria Reinhardt

Donnerstag, 7. September | Falscher Aktionismus

Sommerandacht

>>> 4. Mose 14,39-45

Warum trauert das Volk?
Das Volk Israel hat gerade Gottes Urteil verkündet bekommen. Außerdem starben zehn ihrer Ältesten, die als Kundschafter unterwegs waren, durch eine Plage. Sie betrauern die Umstände, in denen sie sich nun befinden. Sie haben nicht erkannt, dass sie auch ohne Kundschafter das versprochene Land hätten einnehmen können. Sie wurden immer verzagter und verloren den Glauben an ihren großen Gott. Das steht ihnen nun deutlich vor Augen und sie erinnern sich sicherlich an dieses Versprechen und den Wunsch, in dieses Land zu kommen. Dass die dieses Land nun nicht einnehmen werden, wollen sie aber wohl nicht wahr haben.

Warum ist der Kriegszug nicht erfolgreich?
Sie bekennen zwar, dass sie gesündigt haben, aber auf dieses Bekenntnis hin folgt purer Aktionismus. Das Volk will die Konsequenz des Unglaubens - vierzig Jahre Wüste - scheinbar nicht wahrhaben. Der Kampf, der ihnen nach der Erkundungstour Angst machte, scheint nun der richtige Weg zu sein. Frei nach dem Motto „Gehorsam besser spät als nie“ sagen sie „Das war die Aufgabe - also führen wir sie jetzt aus“.
Aber das ist nicht mehr der für sie bestimmte Weg! Mose warnt sie noch, dass sie damit Gottes Wort übertreten und dass Gott nicht mit ihnen sein wird. Es wird auch beschrieben, dass die Bundeslade nicht dabei war. Auch das ein Zeichen, dass Gott nicht dabei war.
Und es kommt, wie es kommen muss: das Volk Israel verliert diesen Kampf.

Beispiele für falschen Aktionismus heutzutage:
Stell dir eine ausgeglichene Waage vor - das Bild für ein Leben in Gehorsam Gott gegenüber. Nun machst du etwas, was nicht in Ordnung ist. Du gibst einen Teil deines Geldes für Dinge aus, die dir nicht gut tun, z.B. Drogen und übermäßig viel Alkohol. Du musst dir eingestehen, dass es Sünde ist, weil du so Gott nicht mehr dienen kannst. Und die eine Waagschale ist auf Grund der Schuld schwer geworden. Und du denkst nun, um die Waage ins Gleichgewicht zu bringen, spendest du den gleichen Teil des Geldes für einen guten Zweck. Und das wirfst du in die andere Waagschale. Du meinst, die Waage ist nun im Gleichgewicht. Aber die Schuld ist immer noch da. Bei Gott existiert diese Waage nicht. Der richtige Weg ist, mit der Konsequenz zu leben und die Schuld in Ordnung zu bringen.
Ein anderes Beispiel: Dein Gebetsleben ist sehr mühsam. Du kannst dich nun hinstellen und zum Ausdruck bringen, wie wichtig Gebet ist und dass viel zu wenig gebetet wird. Aber deine Beziehung zu Gott wird dadurch nicht besser. Der richtige Weg ist, das falsche Verhalten zu bekennen und die Verantwortung daraus zu tragen. In diesem Fall z.B. Schritt für Schritt das Beten einzuüben.

!?
! Mit frommen Heldentaten lässt sich Sünde nicht aufwiegen!
? Wo haderst du mit den Umständen in deinem Leben und versuchst es mit anderen Dingen gut zu machen? Bringe es in Ordnung!
! Auch wenn du gerade in der Wüste unterwegs bist, weil du die Konsequenz zu tragen hast, sei gehorsam – und Gott ist mit dir. Das ist das Beste, was dir passieren kann.

Annegret Amthor, Bissendorf

Mittwoch, 6. September | Game over?

Sommerandacht

>>> 4. Mose 14,26-38

„Mein Gott“, will ich innerlich stöhnen, wenn ich diesen Text lese, „…das bist Du doch nicht! Kein Erbarmen und wie ein gekränkter Macho zahlst Du nun mit doppelter und dreifacher Münze zurück, was diese Kleingeister Dir da in der Wüste zugemutet haben. Wo bleibt da die Güte und was ist da gerecht?“
Noch einmal getwittert, was bisher geschah: Mit Trauben und Hoffnung beladene Boten werden klein gemacht und alle bleiben lieber da, wo sie sind. Die Antwort, die auf diese ängstliche Kleingläubigkeit nun von höchster Stelle kommt, lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Ihr seid umsonst losgezogen! Die Entscheidung zur Umkehr wegen der möglichen Gefahr, dass der Neuanfang im gelobten Land auch scheitern könnte, wird von Gott (sehr!) ernst genommen. Das Murren wird gehört und gleich die Rechnung für die Mutlosigkeit präsentiert: eine ganze Generation muss als Nomaden in der Steppenwüste des Sinai überleben, bis die heutigen Kinder und Jugendlichen dann in Kanaan ein neues Zuhause finden. Die vierzig Jahre Wüstenzeit für Gottes Volk auf der Suche nach dem gelobten Land sind selbstverschuldet und nicht vom Himmel gefallen.
Mit dem Murren, der Mutlosigkeit und den Kritisieren scheinen die Wüstenwanderer eine Grenze in der Beziehung zu Gott überschritten zu haben. Man merkt: Gott schenkt keine Serie an Wundern und Möglichkeiten und am Ende sucht man sich aus, was einem am sichersten und angenehmsten zu sein scheint. Gott fordert damals Mose und die Verantwortlichen heraus, „Ja!“ zu diesem einen Weg zu sagen. Doch die eigene Angst ist bei denen, die nun Vorbilder sein müssten, größer als das Gottvertrauen.
Ein Hoffnungsschimmer leuchtet auf, in dieser verstörenden Gottesrede: der nächsten Generation, den Unter-Zwanzig-Jährigen (V.29!), gehört die Zukunft. Ob sie einmal mehr Mut haben, als ihre Väter und Mütter? Gott geht mit der neuen Generation und denen, die nach ihnen geboren werden, seinen Weg weiter und wir sind heute gefragt: stehen wir bei den mutlos Kritisierenden oder wagen wir auch auf gefährlichen Wegen, Gottes schützender Gnade zu vertrauen. Vielen, die in diesem Jahr ihren Weg als Flüchtlinge und Christen nach Europa suchen, bleibt immer wieder nur ihr Gottvertrauen.

Bete für Sie und bete für Dich und deine Freunde, das der mutige Weg mit Gott uns dem gelobten Land, wo Milch und Honig fließt, auch heute einen Schritt näher bringt.

Günter Loos,
Pastor und Sekretär für die Arbeit mit Kindern in der NJK

Dienstag, 5. September | Das Volk meckert

Sommerandacht

>>> 4. Mose 14,1-25

Das Volk Israel beschwert sich über ihre Situation und sie beschuldigen Gott, dass er ihnen soviel Leid bringe. Sie fragen sich, warum er es zulässt, dass Menschen in der Wüste sterben und zweifeln an ihm. Des Weiteren wollen sie einen anderen Anführer als Mose, damit sie wieder nach Ägypten gehen können. Darauf hin zeigt sich Gott Mose und antwortet:
„Wie viele Wunder habe ich vor ihren Augen getan und sie vertrauen mir noch immer nicht“
Gott verrichtet jeden Tag Wunder in dieser Welt. Für mich zählt schon die Natur in ihrer ganzen Pracht zu einem Wunder, ein sehr großes noch dazu! Doch leider verschließen viele Menschen ihre Augen vor dem, was wirklich zählt. Der eine kauft sich lieber ein immer besseres Auto, oder der eigene Computer ist viel zu langsam und das Haus ist zu klein. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die müssen sogar bei kleinen Dingen auf ihr Geld schauen und können sich nicht jedes Jahr einen Urlaub leisten. Doch wenn ich nun doch genug Geld zur Verfügung hätte, um mir alle meine Wünsche erfüllen zu können, dann kommen auf einmal neue Wünsche hinzu. Der eine beschwert sichdann über seine Arbeitsstelle und ist nicht mehr damit zufrieden nach Malorca zu fliegen, nun möchte er auf den Mount Everest.
Natürlich ist das ganze ein wenig übertrieben, aber im Grunde ist es genauso, vermutlich habt ihr euch auch schon dabei ertappt. Wir sollten viel mehr auf das achten, was wir besitzen. Wir haben ein Dach über dem Kopf und können das essen, was wir essen möchten. Uns geht es unglaublich gut und das hört ihr bestimmt überall. Vermutlich kommt es euch schon zu den Ohren heraus, doch versucht einfach beim nächsten Mal, wenn ihr euch über etwas ärgert, auf das zu schauen, was ihr habt und nicht das, was ihr nicht habt.

Corina Engel


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Die Andachten für die Sommerzeit 2017 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.