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Sommerandachten 2018

Donnerstag, 19. Juli | Ist Jesus nicht der Hammer?!

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 6, 1-15

Krasse Sache! Wie hat Jesus das denn hinbekommen?! Das war die erste Frage, die mir durch den Kopf schoss.
Erst heilt Jesus alle möglichen Kranken, ob sie verkrüppelt, gelähmt, stumm oder blind waren (vgl. Joh 4 – 5) und dann macht er mal mir nix dir nix mit 5 Broten und zwei Fischen über 5000 Menschen satt. War das alles nur ein Trick? Immerhin könnten die kranken Menschen ja alle „gekauft“ worden sein und waren vielleicht gar nicht wirklich krank. Aber wie bekommt man mit nur 5 Broten und zwei Fische über 5000 Menschen satt?
Ich meine, dass die Frage bei der ganzen Geschichte nicht die ist, ob Jesus das wirklich gemacht hat oder ob das nur ein Trick war. Sondern die eigentlich Frage lautet: Ist Jesus Gottes Sohn oder doch nur ein einfacher Mensch gewesen? Für eines muss ich mich entscheiden.

Ich glaube fest daran, dass Jesus Gottes Sohn war und ist, dass Gott ein Mensch wurde und auf die Erde kam in Jesus (Ich glaube, dass wir Weihnachten zu Recht jedes Jahr feiern!). Deshalb glaube ich auch fest daran, dass Jesus das wirklich konnte.
Also gehe ich davon aus, dass dieser Bericht von Johannes und auch die ähnlichen Berichte von den anderen Evangelisten stimmen.
Was sagen sie über Gott und für meinen Glauben aus?
Zwei Punkte möchte ich festhalten:

1. Bei Gott ist nichts unmöglich!
Jesus zeigt, dass es keine unmöglichen Situationen für ihn gibt. Egal wie aussichtslos und hoffnungslos etwas erscheint, Jesus kann uns helfen. Jesus hat ja nicht einfach einen gebrochenen Arm geheilt, sondern er hat Gelähmte zum Gehen gebracht oder Blinde wieder sehen lassen. Das sind Krankheiten, die selbst mit Hilfe der heutigen Medizin nicht heilbar sind. Da, wo Menschen also nicht mehr weiter wissen, keine Hoffnung mehr haben, da gibt es Hoffnung durch Gott. Dafür steht die Auferstehung Jesu. Diese Hoffnung ist es, die mich trägt und mich nicht in Verzweiflung stürzen lässt, wenn ich die Nachrichten über die ganzen Krisen in der Welt sehe und was Menschen anderen Menschen antun. Es ist die Hoffnung darauf, dass Gott etwas verändern kann, dass diese schlimmen Zustände nicht bleiben müssen, dass eines Tages eine Welt kommt, die frei von all dem Leid ist. Diese Hoffnung nimmt mir die Verzweiflung und schenkt mir jeden Tag aufs Neue Kraft.
Bei Gott ist nichts unmöglich – und das macht mein Leben erst möglich.

2. Jesus sorgt sich um uns!
Das Sattmachen von über 5000 Menschen zeigt mir, dass Jesus sich um mein Wohlergehen sorgt. In Vers 5 wird deutlich, dass sich Jesus auf einmal darum kümmern möchte, wie die ganzen Menschen satt werden aufgrund des Pascha-Festes.
Jesus heilt nicht einfach nur die Krankheiten der Menschen und schickt sie dann fort. Er ist darum besorgt, dass es ihnen an nichts mangelt – auch nicht am leiblichen Wohl. Deshalb nimmt er das vorhandene Essen des kleinen Jungen und macht es für alle zugänglich. Das zeigt mir, dass Jesus uns unendlich doll liebt. Es ist ihm wichtig, dass es uns gut geht. Deshalb schickt er uns nicht mit leeren Händen weg, wenn wir uns an ihn wenden.
Ist Jesus nicht der Hammer? [Kann gekürzt werden]
Ich wünsche dir, dass du diese unendliche Liebe Gottes jeden Tag aufs Neue spürst und Gott dir die Augen für seine Wunder in deinem Leben öffnet.

Damian Carruthers, Baiersbronn

Mittwoch, 18. Juli | Jesus - Gottes Sohn?

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 5, 31-47

Ist Lionel Messi der beste Fußballer, der momentan auf dieser Erde spielt? Auf diese Frage kann man nur mit Ja oder Nein antworten. Ein vielleicht gibt hier nicht. Ich kann der Meinung sein, dass kein anderer einen solchen Torabschluss hat wie er, kein anderer solche Laufwege läuft, solche Pässe spielt oder so stark dribbeln kann wie Lionel Messi. Für mich kann aber auch ein ganz anderer Fußballer viel besser sein.
Die wenigsten Fußballer behaupten selbst, besonders gut zu sein. Es sind ihre Trainer, Fans und die Medien, die sie loben und für die Besten erklären. Statistiken, gewonnene Pokale und eine besonders hohe Ablösesumme beweisen, ob ein Spieler zu den Besten der Welt gehört oder nicht.
Wie würdest Du entscheiden? Ist er der beste? Überzeugen Dich die über 360 geschossenen Tore von Messi? Mich überzeugen sie.
Ist Jesus Gottes Sohn? Auf diese Frage kann man nur mit Ja oder Nein antworten. Auch hier gibt es kein vielleicht. Entweder glaube ich daran oder nicht. So radikal formuliert es das Johannesevangelium an dieser Stelle. Jesus muss nicht selbst behaupten, Gottes Sohn zu sein. Dafür gibt es starke Hinweise. Johannes der Täufer- eine wichtige Persönlichkeit damals- hat ihn als Gottes Sohn erkannt, bestätigt und auf ihn hingewiesen. Das Alte Testament hat sein Kommen vorhergesagt. Er ist also Gottes Plan. Durch seine Taten, wie die Heilung des Gelähmten, die am Anfang des Kapitels erzählt wird, stellt er klar, dass Gott, sein himmlischer Vater ihn gesandt hat, und dass er Gottes Fähigkeiten hat.
Nicht alle glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist, und somit Gott selber in die Geschichte dieser Welt eingreift und handelt. Damals nicht und heute auch nicht. Die Argumente, die Jesus hier benutzt, um zu zeigen, dass er Gottes Sohn ist, überzeugen nicht jeden Menschen.
Wie entscheidest Du dich? Überzeugt Dich sein Versprechen auf ewiges Leben? Überzeugen Dich Jesu Taten?
Mich überzeugt Jesus. Er war kein normaler Mensch. Gott hat Jesus auf diese Welt gesandt, damit er in seinem Tod und seiner Auferstehung die Welt erlöst. Dadurch ist neues und ewiges Leben für mich möglich.

Jonas Stolze, Münster

Dienstag, 17. Juli | „Sag: Ja.“

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 5, 24-30

„Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ So fängt der heutige Bibeltext der Bibellese an.

Ich denke, dass jeder sich schon mal gefragt hat, wie das Gericht Gottes aussehen wird. Es ist für den Menschen teilweise kaum zu verstehen und vielleicht reicht unsere Vorstellungskraft gar nicht wirklich dafür aus, das Ganze zu begreifen. Aber ich denke, wenn du dein Ja zu Gott und Jesus gesagt hast und du dein Leben bewusst Jesus gegeben hast, dann bist du schon einen großen Schritt näher in Gottes himmlischem Reich.

Jesus kam auf die Welt, um Menschen zu begegnen, die von Gott und dem ewigen Leben noch nicht viel gehört haben. Er setzte sich für die ein, die von der Gesellschaft ausgeschlossen waren. Er sagt von sich selbst, dass er „nur“ ein Bote sei und die endgültige Entscheidung Gott treffen wird, ob jemand in das Reich Gottes kommt oder vor dem Gericht steht. Er hat die Brücke zwischen uns Menschen und Gott gebaut. Er hat sein Leben dafür gegeben, damit wir von allem befreit werden. Wir müssen nur noch unseren Teil dazu beitragen, nämlich an Gott und seinen Worten glauben.

Ich denke, dass wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen müssen, dass wir Kinder Gottes sind und uns immer wieder fragen, wo wir im Glauben stehen und uns Zeit und Raum dafür geben. Ich hoffe einfach, dass du während diesem Sommer Gottes Nähe und Zusage für dich spürst und dir bewusst machst, wie du zum Glauben stehst. Vergiss dabei nicht, dass Gott dich so sehr geliebt hat, dass er Jesus auf die Welt sandte. Das ist für mich schon die beste Zusage, die Gott für uns machen konnte.
Nutze die Sommerzeit nochmal für dich und lass dich von Gott führen und leiten, um Kraft aufzutanken für das was als nächstes bei dir ansteht, sei es Ausbildung, Studium, FSJ oder vielleicht ein Auslandsjahr oder vielleicht was ganz anderes. Ich bete und hoffe, dass du Gott so begegnest, dass du für dich schon ein Stück Himmel auf Erden hast.

Ivy Rendon, EMK Wuppertal- Elberfeld

Montag, 16. Juli | Gott, Allah und Jahwe

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 5, 19-23

„Ein wirklich schwerer Text.“ Das war mein erster Gedanke, als ich ihn las. Gerade die letzten beiden Verse fand ich ziemlich schwierig; und zwar, weil ich mich schon seit einer Weile frage, ob es wirklich stimmt, dass nur das Christentum die einzig wahre Religion ist, um Gott zu ehren und an ihn zu glauben. Mich begleitet diese Frage spätestens seit Mitte September 2017. Ich mache nämlich aktuell ein Auslandsjahr in einem Land, in dem es dem Prozentsatz nach weniger Christen gibt als in Deutschland in Prozenten Muslime: in Ägypten. Hier wird der Tagesrhythmus von den Muezzingesängen bestimmt, und die evangelischen Christen sind so eine kleine Minderheit, dass ich nicht mal die Prozentzahl kenne. Ich habe hier aber sehr stark gemerkt, dass entgegen all meiner Vorurteile der Islam nicht so weit entfernt vom christlichen Glauben und Gottesverständnis ist, wie ich dachte (also unter all der Oberfläche, die einem von dieser Religion so begegnet).
Ich glaube an Gott, und das zu 100 % auf evangelisch-methodistische Art und Weise. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich stimmt, dass die monotheistischen Religionen unterschiedliche Götter verehren. Nach meinem Religions- und Gottesverständnis sind Allah, Jahwe und Gott ein und derselbe Gott, und die drei Religionen, also der Islam, das Judentum und das Christentum, verehren ihn einfach nur auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Ich weiß natürlich nicht, ob diese Theorie stimmt, aber wenn sie wahr ist: Kann man dann also auch an Gott glauben, ohne an Jesus zu glauben?
Nein, ich werde euch auf diese Frage nicht die richtige Antwort liefern können, oder zumindest ganz sicher nicht die, die allgemeinhin gültig ist. Aber ich werde euch ein paar Fragen stellen, über die ihr gerne nachdenken könnt. Wenn ihr dann Lust habt, könnt ihr mir eure Antworten oder Gedankengänge an folgende Email – Adresse schicken: sophia.steinbacher@kjwnord.de.

Gibt es nur die eine wahre Religion, um Gott zu verehren und ihm zu folgen?

Sind Jahwe, Allah und Gott ein und derselbe Gott?

Und um eine etwas politischere Frage zu stellen: Passt der Islam deiner Meinung nach Deutschland oder nicht?
Warum oder warum nicht?

Herzliche Grüße aus der uralten Mittelmeerstadt Alexandria,

Sophia Steinbacher (sonst aus Berlin – Friedrichshain)

Sonntag, 15. Juli | Ach wie sind wir toll!!!

Sommerandachten 2018

>>> Psalm 53

Na Klasse!!! Das ist genau die Art von Text, die ich überhaupt nicht mag! Die Toren (so bei Luther), also die, die Gott nicht kennen oder kennen wollen, sind die Dummen und natürlich die Bösen. Sie richten nur Unheil an. Da ist nicht einer, der Gutes tut (Vers 4). Zum Glück gibt’s ja uns liebe Christen. Wir wissen nun wirklich, was gut und richtig ist. Und außerdem wird Gott kommen und sie alle vernichten (Vers 6+7). Ich glaube das ist und wird nicht mein Lieblingstext in der Bibel!!!
Aber dennoch „reizt“ mich dieser Text. Ich glaube, er ist schon typisch für uns Christen oder für uns Menschen, die wir glauben Gott zu kennen. David selbst, der große König der Juden und Verfasser dieses Liedes, denkt nicht viel anders. Die Ungläubigen taugen nichts! Taugen wir Gläubigen denn etwas? David als König und Vorbild begeht so einige schwerwiegende Fehler. Er opfert z.B. das Leben eines Mannes, um an dessen Frau zu kommen und um seinen Ehebruch zu vertuschen. Mit welchem Recht spricht er den Gottlosen Unrecht und Bosheit zu?!
Vielmehr höre ich eine große Angst Davids heraus. Im Vers 7 schreit David förmlich nach Gott: „Ach käme doch Gott…“ David leidet unter diesen Menschen. Leidet er vielleicht auch unter sich selbst? Ich entdecke mich jedenfalls wieder. Wie schnell suche ich Schuld und Fehler bei anderen, um von mir abzulenken.
Ja, es stimmt schon, die Gottlosen sind schon irgendwie dumm, aber wir „Gottkenner“ oftmals auch. Dieser Text macht mir Mut für den Tag, nicht über andere zu schimpfen und herzuziehen, zu jammern und zu klagen, oder mich gar für besser zu halten, sondern mit den Augen Gottes den Anderen zu sehen. Oder wie Dietrich Bonhoeffer während des 2. Weltkrieges sagte: „Sind wir noch brauchbar (als Christen)? … Wir brauchen keine Menschenverächter, sondern schlichte, einfache, gerade Menschen. …“ (Sind wir noch brauchbar? aus: Widerstand und Ergebung)

Katrin Köhler, EmK Annaberg-Buchholz




Samstag, 14. Juli | Es gibt aber Regeln!

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 5, 9b-18

Da ist einer, der seit Jahren nicht vom Fleck gekommen ist, der nicht vorwärtskam, der festsaß und sich selber dafür auch ein bisschen bemitleidete. Und genau der wird gesund! Er rollt seine Bequemlichkeit einfach zusammen, klemmt sie sich unter den Arm und geht. Er geht los, kann sich wieder frei bewegen. Sein Selbstmitleid fällt von ihm ab. Er kann über sein Leben entscheiden. Er sitzt nicht mehr fest. Wie schön!
Aber…! Da gibt es doch immer wieder diese Nörgler, die alles Schöne kaputtreden!
Sie sagen: Du darfst Dich nicht frei bewegen, Du musst weiter festsitzen! Heute ist schließlich Sabbat!
Es ist eine absurde Situation: Keine der beiden Seiten will dem Anderen mit seiner Meinung schaden.
Der, der zuerst bewegungsunfähig war, ist einfach überglücklich, dass er neue Schritte wagen kann, dass er plötzlich wieder Bewegungsspielraum hat, durch das, was Jesus gesagt hat.
Und die, die sich an das Sabbatgebot klammern, wollen nur alles richtigmachen, so wie es in der Tora steht.
Ich frag mich:
Wer sitzt hier eigentlich fest?
Wer ist hier bewegungsunfähig?
Kann man auch in religiösen Regeln festsitzen?
Religiöse Regeln sind nicht dafür da,
Menschen klein zu halten.
Religiöse Regeln sind nichts,
was wir ungefragt hinnehmen müssen.
Religiöse Regeln sind wie Laternen,
die unseren Weg beleuchten.
Das zeigt Jesus uns lauter und deutlicher, als wir es vielleicht hören wollen. Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat, sagt er in Markus 2, 27.
Seht immer zuerst den Menschen an!
Die Frage ist nicht: Wie kann ich mich verbiegen, um den biblischen Geboten zu genügen? Sondern die Frage ist: Wo können mir biblische Regeln helfen, meinen Weg zu gehen, meinen Weg beleuchten?
Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. (Matthäus 5,39) – Das kann doch nicht heißen, dass wir jeden Missbrauch, jedes Unrecht widerstandslos hinnehmen müssen.
Oder: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. (5,28) – Das kann doch nicht heißen, dass ein verheirateter Mann das Haus nicht mehr verlassen darf.
Oder: Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! – Das kann doch nicht heißen, dass am Sabbat niemand gesundwerden darf.
Jesus zeigt uns: Sieh immer zuerst den Menschen an, seine Geschichte, seine Sehnsucht, was er braucht! Und dann erst stell Dir die Frage, ob biblische Regeln hier helfen können.
Manchmal können sie das.
Aber manchmal können sie den Weg zum Leben auch versperren.

Stephanie Hallmann, Bockau



Freitag, 13. Juli | Wie lange noch warten?

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 5, 1-9a

Ich zähle die Tage. Nicht mehr lange und dann habe ich Geburtstag, endlich 18. Ganz groß steht es in meinem Kalender. Meine Familie wartet mit mir gespannt und vielleicht auch ein bisschen ängstlich, was ich mit meinen neuen Rechten so alles anstellen werde. Ich weiß, er wird kommen. Es gibt keinen Zweifel daran, die Vorfreude wächst und das Warten macht mit jedem Tag mehr Spaß.
Ich zähle nicht die Tage. Ich hoffe es dauert nicht mehr lange und dann ist es vorbei. In meinem Kalender gibt es keinen Anhaltspunkt, keinen endgültigen Termin auf den ich hoffen darf. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Meine Familie wartet nicht mit mir, sie wissen es nicht. Es gibt keine Vorfreude, keine Zuversicht, im Moment existieren nur die Zweifel. Wann?
In der Bibelstelle für heute begegnen wir auch einem Menschen, der wartet. Jesus trifft ihn an dem Teich Bethesda, von dem die Menschen glauben, er kann ihre Krankheit durch sein Wasser heilen. Dort sind natürlich viele kranke und leidende Menschen, doch dieser Mann, den Jesus trifft, wartet schon 38 Jahre auf seine Heilung. Er hat niemanden, der ihm hilft ins Wasser zu gehen, er muss das alles ganz alleine durchstehen. Doch Jesus heilt ihn, ohne, dass er das Wasser berührt.
38 Jahre lang alleine dort zu liegen kann sich wahrscheinlich niemand von uns vorstellen. Was wird er gedacht haben? Wie hat er sich gefühlt? An welchem Punkt hat er die Hoffnung vielleicht aufgegeben?
Wann denkst du ist es ok keine Hoffnung mehr zu haben? Hast du manchmal das Gefühl, Jesus hat dich vergessen? Gibst du auf?
Selbst, wenn wir das Gefühl haben, es wird schon nicht mehr besser, und wir müssen einfach damit leben, Jesus vergisst uns nicht. Vielleicht kannst du das Ende deines Wartens nicht in den Kalender eintragen, aber Jesus hat es in seinem stehen. Und er wird dich immer in deinem Warten unterstützen und sicherlich für einen Ausweg sorgen. Wann das ist, wissen wir nicht. Aber wir können darauf vertrauen, dass unser Warten nicht hoffnungslos ist und durch Jesus und seine Worte jeden Tag neue Kraft schöpfen.
Also egal worauf du wartest, Jesus ist bei dir, er unterstütz dich und er wird dich sicher zu deinem Ziel bringen.

Magdalena Högg, Fürstenfeldbruck



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Die Andachten für die Sommerzeit 2018 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.