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Sommerandachten 2018

Montag, 30. Juli

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 7, 40-52

Jesus war den Leuten in seiner Umgebung ein Rätsel. Er ist aufgewachsen in einem Kuhnest mit Namen Nazareth; kein Hahn hat nach diesem Ort gekräht, und noch nie ist da was Bedeutendes passiert. Ein Dorf in Galiläa – das war hinterste Pampa – wie Oberbayern oder Ostfriesland. Und Jesus war Bauhandwerker, nicht Sohn eines berühmten Gelehrten oder so. Nein. Ganz normal. Und mit Anfang 30 hat er plötzlich angefangen, von Gott zu erzählen. Von Gott, wie er ihn sieht. Und das war eine neue Sichtweise. Und mit seinem Reden hat Jesus die religiösen Führer seiner Zeit so in Wallung gebracht, dass die ihn lieber heute als morgen um die Ecke bringen wollten. Aber: sowohl die, die ihn liebten, als auch die, die ihn gehasst haben, sie haben alle gemerkt: diesen einfachen Mann aus Galiläa umgibt ein Geheimnis. Wer so redet, wer so lebt, ist kein gewöhnlicher Mensch. Wer ihm begegnet ist, ist Gott selbst begegnet. Wer Jesus hat sprechen hören, hat Gott selbst gehört. Jesus hat den Leuten ein Bild gezeigt von Gott als einem liebenden Vater, nicht als einem unbarmherzigen Richter. Jesus hat Menschen verändert, hat Wahrheiten ausgesprochen, Ungerechtigkeit aufgedeckt, Wunden geheilt. Er war die Liebe in Person. Aber manche haben eben Ohren und Herz dicht gemacht und wollten von dieser Liebe nichts wissen. Das war dumm. Ziemlich. Und dabei waren das gerade die Gescheiten und Großkopferten.
Da sieht man mal wieder: Weisheit ist keine Frage der Paragraphen.

Monika Brenner, Pliezhausen

Sonntag, 29. Juli

Sommerandachten 2018

>>> Psalm 42

Möglicherweise ist es gerade brütend heiß, wenn du das liest und du könntest tatsächlich ´ne kalte Coke brauchen. Und so kannst du dich ein klein bisschen in denjenigen hineinversetzen, der den Psalm 42 geschrieben hat. Der hat nämlich Durst. Wie ein Tier, das nach Wasser schreit. Man kann förmlich die ausgetrocknete Kehle spüren. Und in den Breitengraden, in denen der Psalm geschrieben wurde, da wusste man noch besser als bei uns heute in Mitteleuropa, was Durst bedeutet. Allerdings hat der, der das schreibt, keinen Durst nach `ner kalten Cola. Er spürt eine Sehnsucht nach Gott in sich. Durst nach Gott. Als könnte man den trinken.
In der Vorstellung des Alten Testaments ist die Kehle ein bedeutsamer Teil des menschlichen Körpers. Mit der Kehle wird der Ort beschrieben, der für alle Bedürfnisse steht. Die Kehle ist der Sitz der Seele. Alles, was ein Mensch braucht, symbolisiert dieser Körperteil. Da spürt also einer: Alles was meine Seele braucht ist Gott. Und diesen Seelendurst schreit er seinem Schöpfer entgegen. Jetzt sagt ihr vielleicht: So redet doch keiner mehr. Ich hab heut Sehnsucht nach anderen Sachen. Aber ich glaube, es ist eine Art von Durst, den wir alle tief in uns drin haben. Und der, der den Psalm geschrieben hat, wusste halt, wo er die Seelencoke herkriegt. Und es gibt auch heute noch Menschen, die solche Worte benutzen.
Der Geigenbauer und Buchautor Martin Schleske schreibt in seinem Buch Herztöne folgenden Text: Heute lese ich die Bibel oftmals mit geöffneten Händen – so wie man frisches Wasser erwartet. Es ist gut, ihre Worte betend und liebend zu lesen als ein weites Fenster an Inspiration und Gottesnähe. Ich knie mich manchmal dabei hin. Als ein Ausdruck, dass ich von einer Quelle empfangen darf, die größer ist, als ich es bin. Dann öffne ich meine Hände, als würde ich eine Schale tragen. In diese nach oben geöffneten Hände lege ich die Bibel. Ich lese einen Abschnitt oder auch nur einen Vers, aber ich tue es in dem körperlichen Bewusstsein, als hätte ich eine Schale in der Hand, aus der ich frisches Wasser trinke. So trinke ich die Worte.
Guten Durst beim Bibellesen wünsch ich!

Monika Brenner, Pliezhausen

Samstag, 28. Juli | Überwachungsprotokoll der geheimen Tempelpolizei

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 7, 25-39

Codename: Passahlamm
Betrifft Jesus aus Nazareth (JN), Zimmermannssohn, Wunderheiler, Wanderprediger
Auftrag: Verdeckte Beobachtung des JN, evtl. Infiltration der Gruppe
Ziele: - Feststellung strafbarer Handlungen nach jüdischem oder römischem Recht
- Herausfinden der Gewohnheiten für Zeitpunkt und Ort einer Ergreifung
Zeit: Laubhüttenfest
Ort: Jerusalem

Bericht:
Der Provokateur* spricht derzeit vollkommen frei in Jerusalem. Das bemerkt auch das gemeine Volk. Da wir nichts gegen das Subjekt* unternehmen, bilden einige sich ein, wir gäben ihm Recht. JN ist ein sehr überzeugender Redner, der auch Gegenargumente der Zuhörer aufgreift. So z.B., dass er nicht „der Christos“ sein könne, da man seine Herkunft ja kenne. Dennoch formuliert JN stets so, dass man keinen eindeutigen Rechtsbruch ausmachen kann. Dies gelingt dem JN durch umständliche Formulierungen und das Sprechen in Rätseln (JN und seine Anhänger nennen es „Gleichnisse“ – lächerlich). Das führt dazu, dass alle bisherigen Bemühungen, JN zu ergreifen, gescheitert sind.
Weiterhin ist vom Pöbel zu hören, dass das Zielobjekt* genug Wunder getan habe, um „der Christos“ zu sein. Doch auch eine Hinzuziehung uniformierter Kräfte, sowohl der Pharisäer als auch der Hohepriester ergab keinen hinreichenden Verhaftungsgrund.
Meines Erachtens besteht die Chance, dass sich alles von selber klärt. Der Unruhestifter* sagte aus, dass er nicht mehr lange da sei, sondern untertauchen würde, an einem Ort, der nicht zu finden wäre. Wohin JN flüchten will ist auch in der Bevölkerung umstritten. Einige sagen, JN würde sich gänzlich zurückziehen, andere äußern die Theorie, dass JN in den griechischen Teil des Imperiums verschwinden würde.

Nachtrag Hoshana Rabba [letzter Festtag des Laubhüttenfestes Anm. d. Red.]:
Heute scheint JN wirklich wirr zu sein. Er ruft alle die durstig sind zu sich, um ihnen zu trinken zu geben. Dennoch hat JN kein Wasser, sondern spricht davon, dass alle die an ihn glauben selbst Wasser abgäben.

Einschätzung:
Das Subjekt* wirkt zunehmend unzurechnungsfähig (siehe Bericht letzter Tag). Strafbare Aussagen oder Handlungen sind nicht festzustellen. Ich habe einen gewissen Johannes aus dem Umfeld des JN kennengelernt, der wohl mitschreibt was gesprochen wird. Ich versuche dieser Quelle habhaft zu werden und sie auszuwerten. Falls JN sich absetzt, soll ich an ihm dran bleiben?

[* Gemeint ist immer Jesus]

Benjamin Huth, Berlin Friedrichshain

Freitag, 27. Juli | Willensentscheidungen?

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 7, 14-24

Ich möchte heute vor allen Dingen hinterfragen, mit wem wir uns in dieser Geschichte identifizieren können. Welche Gedanken wir nachvollziehen können, und zu welchen Schlussfolgerungen uns dies führen kann. Wichtig ist es zu versuchen, nicht schwarz-weiß zu denken, was in unserer Gesellschaft häufig vorgegeben wird. In dieser Geschichte ist nicht einfach Jesus der Gute und beispielsweise die Juden die Bösen.
Jesus geht nach Wochen, in denen er im Hintergrund geblieben war, am dritten oder vierten Tag des Laubhüttenfestes zum Tempel und beginnt zu lehren. Die Menschenmenge hinterfragt seine Worte, woher er so viel wissen kann und wie er den Wahrheitsanspruch seiner Lehren rechtfertigt. Dies ist eine berechtigte Frage. Stell dir vor, jemand kommt und erzählt dir eine Geschichte und besteht auf ihre Wahrheit. Würdest du nicht automatisch überlegen, wer dieser Mensch ist und ob ich ihm glauben kann? Nun geht es auch noch um die Religion – ein sehr diffiziles Thema, das damals nur die Pharisäer und Gesetzesgelehrten studiert hatten. Die gewöhnlichen Bürger vertrauten ihren Urteilen und Entscheidungen. Jesus verweist auf seinen Auftraggeber. Gott persönlich hat ihn beauftragt, und daher ist Jesus das lebendige Wort Gottes. Wäre ich vor Ort gewesen, würde sich dies in meinen Ohren noch unglaubwürdiger anhören. Aus unserer heutigen Sicht ist der ganze Sachverhalt möglicherweise einfach, da wir ihn mit Abstand betrachten. Jesus ist Gottes Sohn, besitzt dadurch Allwissen und den absoluten Wahrheitsanspruch. Doch wie soll den Menschen das damals so klar gewesen sein? Inwiefern können wir das heute noch glauben? Wie können wir daher über die Menschen urteilen und sie als Ungläubige abstempeln?
Ich möchte darauf hinaus, dass wir nicht über andere urteilen sollten. Die Frage ist doch: Wären wir diese andere Person, würden wir nicht genauso glauben und handeln wie sie?
Kommen wir nun zu unserer eigenen inneren Einstellung. Lies dafür nochmals die Verse 17 und 18. Jesus erklärt, dass man sich selbst prüfen kann. Das, was ich sage (und tue), ist das für meine eigene Selbstdarstellung, um gut bei anderen anzukommen, für meine eigene Ehre? Oder handle ich selbstlos? Selbstlos ist etwas unglaublich schwieriges. Ich bin mir sicher, ich persönlich habe noch nie selbstlos gehandelt. Immer hatte ich meine eigenen Interessen im Hinterkopf. Und mein Interesse kann auch sein, jemandem zu helfen, um selbst als barmherzig und freundlich zu gelten. Nach Gottes Willen zu fragen ist ein Anfang, um seine eigenen Interessen und Wünsche in den Hintergrund zu stellen.

Prüfe deine Gedanken, deine Gefühle, überlege, warum du dies möchtest und anderes ablehnst. Nur so kannst du mehr verstehen, was deine Wünsche sind. Was Gottes Wille ist, ist für viele schwierig zu erkennen. Setze dich nicht damit unter Druck, wissen zu müssen, was Gottes Wille ist. Wer weiß dies schon mit absoluter Sicherheit außer Gott selbst? Wichtig ist zu wissen, dass egal wie du dein Leben führst und für welche Wege du dich entscheidest (ob sie nun Gottes Willen entsprechen oder nicht), Jesus dich begleitet und niemals verlässt.
Verurteile nicht dein Gegenüber, sondern prüfe dich selbst.

Maria Stracke

Donnerstag, 26. Juli | Beweis-Last

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 7, 1-13

Neulich abends auf dem Weg nach Hause:
„Guten Abend, Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte! Haben Sie etwas getrunken?“
„Nein, gar nichts.“
„Können Sie das beweisen? Wären Sie mit einem Alkohol-Schnelltest einverstanden?“
„Ja, kein Problem.“
Gesagt, getan – Test bestanden und weiter ging es.

Obwohl ich dem Polizisten wahrheitsgemäß versichert habe, dass ich nichts Alkoholisches getrunken habe, hat er mir nicht geglaubt und wollte einen Beweis dafür. Eigentlich ganz logisch, oder? Ich behaupte etwas, ich beweise es, man glaubt mir. Schön, wenn es immer so einfach wäre, aber ist es wirklich immer so leicht?
Im heutigen Text soll sich auch jemand beweisen – nicht beim Alkoholtest, sondern in seiner gesamten Glaubwürdigkeit. Jesus tritt öffentlich auf, predigt und tut Wunder. Doch anscheinend genügt dies seinen eigenen Brüdern nicht, sie glauben ihm nicht. In Vers 4 fordern sie ihn auf, das, was er predigt, zu beweisen. Und seine Reaktion darauf: Jesus lässt sich nicht herausfordern. Obwohl es ihm ein Leichtes wäre, beim Laubhüttenfest durch ein erneutes Wunder vielen Menschen den Beweis für seine Macht zu erbringen, wartet er ab und hält sich im Verborgenen.
Ein bisschen verstehe ich die Brüder auch. Mir geht es heute oft ähnlich, da möchte ich von Jesus Antworten hören, Taten sehen und Wunder bestaunen – am besten sofort. Oft suche ich dem handelnden Jesus, der öffentlich mit großem Spektakel wirkt, Menschen ins Staunen versetzt und für ihn gewinnt. Doch so ist Jesus anscheinend damals und auch heute nicht. Er betreibt keine Werbung in eigener Sache. Anders als Promis oder Politiker braucht er unsere Anerkennung oder Wählerstimme nicht. Er braucht auch unseren Glauben nicht, aber wir brauchen den Glauben an ihn; einen Glauben aus freien Stücken und aus eigener Überzeugung. Und weil er das weiß, verführt er uns nicht durch Beweise. Denn würde ich dann noch richtig glauben? Menschen, die Jesus im Verborgenen suchen und finden, mit ihm ihren Lebensweg gehen, werden Zeuge seiner Wunder. Auch, wenn diese vielleicht anders aussehen als zunächst erwartet.

To do für heute:
1. Jesus in unscheinbaren und scheinbar unbedeutenden Situationen suchen.
2. Jemandem ohne Beweis glauben.

Amelie Gerbeth & Chris Krüger
aus Leipzig & Auerbach/Vogtl.

Mittwoch, 25. Juli | Navi-Gott

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 6, 60-71

Wow! Was für ein schwieriger Text! Jesus sagt den Leuten, dass nur er sie zum Leben führt, und viele von ihnen gehen weg! Also wenn ich eine Zeitmaschine hätte, wäre eine von mehreren Stationen auf jeden Fall die Zeit, in der Jesus gelebt hat, um ihn mit eigenen Augen leben und wirken zu sehen. Diese Menschen aber gehen weg? Mittlerweile ist das aber auch 2000 Jahre her, sagst du jetzt und damals wussten viele Menschen noch nicht, dass Jesus der Messias ist, oder haben es einfach nicht geglaubt.
Aber heute kehren sich noch immer viele Leute von Jesus ab: „Die Bibel ist doch 2000 Jahre alt und das stimmt doch alles eh nicht.“ Das habe ich schon oft gehört. Die Bibel ist ja auch oft megaschwer zu verstehen, und man denkt sich nach dem Lesen: „Hä? Was will Gott denn damit sagen?“ Das dachten sich die Jünger bestimmt auch, nachdem Jesus die Rede in Johannes 7 gehalten hat. Sie wandten sich aber nicht ab. Sie kannten Jesus am besten und wussten, dass es niemanden Vergleichbaren wie Gott gibt. Aber wie Jesus folgen, wenn Jesus sagt, dass niemand zu ihm kommen kann, den Gott nicht zu ihm führt?
Ich stelle mir Gott oft wie so ein Navi im Auto vor. Also, das ist natürlich stark vereinfacht und ich selbst darf natürlich noch kein Auto fahren, aber wenn meine Eltern Auto fahren, schalten wir das Navi oft ein. Bevor man losfährt, muss man ein Ziel eingeben. Vielleicht ist dein Ziel Freiheit von Sorgen und Ängsten oder ein Leben nach Jesu Vorbild. Im Auto sitzt man ja immer gemütlich und trocken, und wenn man das Navi eingeschaltet hat, ist es ja auch einfach, den richtigen Weg zu finden. Aber manchmal führt das Navi einen zu einer Baustelle oder direkt in einen Stau. Und dann kommt man vom vorgesehenen Weg ab. Dann denkst du vielleicht: „Das doofe Navi führt mich voll falsch durch die Gegend. Jetzt muss ich aussteigen und nach dem Weg fragen und mein Navi ausschalten.“ Aber jeder, der ein Navi besitzt, weiß, was das Navi in solchen Situationen macht. Manchmal musst du wenden, aber es gibt eine neue Route, die sich anpasst. Vielleicht hast du auch Hunger bekommen und dein Navi hat dich genau zu dem geführt, was du gerade brauchtest, obwohl es nicht die direkte Route gewesen ist. Und danach gibt es eine Neuberechnung. Vielleicht musst du dir eingestehen, dass du das Vertrauen in dein Navi verloren hattest, aber dein Navi-Gott verzeiht dir. Er möchte, dass du am rechten Ziel ankommst und weist dir dabei den Weg. Dabei darfst du mutigen Schrittes den Weg in seine Hand legen, auch wenn du nicht immer alles verstehst.

Hast du dein Navi eingeschaltet?

Josephine Stephan

Dienstag, 24. Juli | Abendmahl mit Pommes?

Sommerandachten 2018

>>> Johannes 6, 41-59

Am meisten habe ich mich als Kind aufs Abendmahl gefreut, wenn jemand dafür aus der Gemeinde zuvor das Brot frisch gebacken hatte. Dieser warme duftende Brotgeruch, der noch intensiver herausströmte, wenn ein Stück vom weichen, fluffigen Laib abgebrochen wurde.

Beim Abendmahl werden wir aufgefordert: „Nimm und iss vom Brot des Lebens.“ Brot gilt als Grundnahrungsmittel in fast allen Ländern, Kulturen und Religionen. Essen und Trinken sind die Grundlage, um überhaupt (über)leben zu können. Doch reicht uns das allein, um zu leben? In unserer Gesellschaft sucht man immer nach „mehr“, nach dem so genannten Sinn des Lebens.

Jesus sagt zu uns: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird ewig leben.“ (Vers 51). Als das Volk Gottes aus Ägypten auf der langen Reise durch die Wüste kurz vor dem Hungertod war, ließ Gott Manna vom Himmel regnen. Er rettete sie, indem er ihnen das gab, was sie in dem Moment brauchten. Doch sie hatten dadurch kein Versprechen auf ein ewiges Leben. Nun ist Jesus das, was wir brauchen: Unsere Lebensgrundlage, unser „täglich Brot“.

„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt mit mir verbunden und ich mit ihm.“ (Vers 56). Aufgrund Jesu bedingungsloser Liebe hat jede/r einzelne einen festen Platz bei ihm – ohne irgendwelche Voraussetzungen. Mit der Feier des Abendmahls gehen wir bewusst eine Verbindung mit Jesus ein. Doch wir werden nicht erst dadurch mit ihm verbunden, sondern durch unser Vertrauen zu ihm, bestärken wir diese Verbindung und bleiben ein Teil von ihm. Jesus ist jeden Tag an unserer Seite, begleitet uns durch den Alltag und gibt uns Kraft und Zuversicht. Mit seiner Zusage haben wir die Aussicht auf ein erfülltes Leben.
Jesus schenkt uns nicht nur ewiges Leben, ein „Etwas“ nach dem Tod, sondern er gibt uns einen tieferen Sinn für unser jetziges Sein. Aus diesem Grund feiern wir nicht mit Pommes Abendmahl, die zum Genuss des Lebens zählen, sondern mit Brot - etwas Elementarem für unser Dasein.

Josefin Fahnert, Jena


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Die Andachten für die Sommerzeit 2018 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.