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Sommerandachten 2019

Das war's!

Sommerandachten 2019

Das war's mit den Sommerandachten für dieses Jahr!

Wir freuen uns schon, dass du nächstes Jahr wieder am Start bist und die Sommerandachten liest!
Bis dahin wünschen wir dir Gottes Segen!

Dienstag, 10. September | Zu viele Vorurteile | Matthäus 13,53-58

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 13,53-58

Gehst du offen auf neue Menschen zu? Denkst du, du kennst einen Menschen in und auswendig? Einen Freund oder Freundin, deinen Partner oder Partnerin?
Wir nehmen es uns immer heraus über andere zu urteilen, egal ob wir sie schon lange kennen oder nur für ein paar Sekunden wahrgenommen haben. Gerade bei den Menschen, die wir lange kennen, denken wir, wir wissen um ihre Stärken und Schwächen genau Bescheid.
So erging es auch Jesus, als er in seine Heimat zurückkehrte und ihn die Einwohner nur als Sohn vom Tischler Joseph und von Maria bezeichneten. Sie gingen nicht offen auf ihn zu, sondern stempelten ihn gleich als Unwissenden ab, da er aus recht ärmlichen Verhältnissen kam. Sie glaubten nicht an ihn und so konnte er auch nur wenige Wunder vollbringen.
Schadet es uns, Menschen offen zu begegnen? Nein! Gerade im Gegenteil. Wir können überrascht werden und Dinge erleben, die wir sonst verpasst hätten.
So ist es auch im Glauben. Immer wenn wir zu verkopft an dieses Thema heran gehen, verhindern wir, überrascht und erfüllt zu werden. Wir dürfen ohne Bedenken an Jesus glauben und das nur deshalb, da er für uns am Kreuz gestorben ist. Wir dürfen unser Leben so frei leben, dass wir es manchmal gar nicht begreifen.
Mach diese Freiheit dir und anderen nicht durch dumme Vorurteile kaputt, sondern sei offen und begegne allen Menschen egal welcher Herkunft, Glaubens und Geschlecht ohne Vorurteile. Du weißt nicht, was sie ihn dir verändern können.

Michael Beier

 

Montag, 09. September | Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen? | Matthäus 13,47-52

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 13,47-52

Jesus vergleicht das Himmelreich immer einmal wieder mit dem, was die Menschen aus ihrem Leben kennen. Im heutigen Fall mit einem Fischernetz, das ausgeworfen und wieder eingeholt wird. In diesem Netz finden sich Fische aller Art. Eigentlich wunderbar.
Artenvielfalt und Unterschiedlichkeit. Aber dann wird aussortiert. Da geht es ganz schön hart her. Gute gegen Schlechte, Gerechte gegen Böse. Was, wenn ich nicht zu den Gerechten gezählt werde? Ich kenne eine Menge Leute, die würden das denken. Wer entscheidet das?
Aber, und da kann ich gleich wieder aufatmen, Gott spricht gerecht und nicht wir Menschen. Was für eine Entlastung!
Und dann kommt mir noch ein Gedanke. Wenn das Himmelreich einem Netz von Fischen aller Art gleicht, dann gehören zum Himmelreich die Guten und die Bösen. Die Dicken und die Dünnen, die Streitsüchtigen und die Friedfertigen. Gott wird richten nach seinem Maßstab und der ist um so vieles weiter und gerechter und großzügiger, als das, was wir Menschen uns manchmal antun. Vielleicht sieht Gottes Gericht auch ganz anders aus als wir es uns vorstellen. Vielleicht richtet Gott nach ganz anderen Kategorien als solche, die wir ansetzen. Dennoch brauchen wir nicht losgehen und leben, als gäbe es kein Morgen. Es gibt so viele Geschichten in der Bibel, die uns sagen, wie Zusammenleben gestaltet werden kann. Jesus hat es uns vorgelebt – mit dem Maßstab der Liebe. Seine Jünger sind ihm gefolgt und waren dabei keineswegs fehlerfrei.

Christine Meyer-Seifert

Sonntag, 08. September | Von Kotzbrocken lernen | Psalm 78,1-31

Sommerandachten 2019

>>> Psalm 78,1-31

Der Tempel-Kantor Asaf fordert die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Zeitgenossen. Auf die Löffeln gibt´s eine unverblümte Geschichtsstunde. Der Lernstoff: Misstrauen ist Mist. Meister im Misstrauen war das Volk Israel. Der Kantor schildert schonungslos seinen Zuhörern, welch kleingläubige Kotzbrocken ihre Vorfahren waren. Gott lässt in der Wüste Brathähnchen und Fladenbrot vom Himmel fallen und setzt sichtbar Naturgesetze außer Kraft - doch die Israeliten stänkern. Warum? Sie machen ihre Rechnung ohne Gott. Sie zweifeln an seinem unerschöpflichen Pool an Möglichkeiten. Die Folge: 40 Jahre wüst(ig)er Umweg inklusive zahlreicher Verluste. Richtiger Mist. Der Bund, dass Gott allein ihr fürsorgender und schützender Herr ist, wenn sie ihm kompromisslos folgen, war beim Volk nicht abgespeichert. Deswegen schärft Asaf besonders der Jugendbrigade ein, sich Gottes Wort in Herz und Hirn einzumeißeln. Das schützt vor Abwegen. Klare Worte, klare Botschaft.

Auch mit uns schloss Gott einen Bund. Durch seinen Sohn Jesus am Kreuz. Die Bibel bezeugt uns den Tod und die Auferstehung von Jesus. Wenn wir meinen, es gehe uns außerhalb dieses Golgatha-Bundes besser und wir brauchen die Bibel, Gottes Wort, nicht so ernst zu nehmen, dann sind wir ebenso kleingläubige Wüsten-Latscher wie die Israeliten damals. Also: Bibel lesen, Gott(es Wort) voll vertrauen und himmlisches Ziel erreichen.

Seraphine Martin, Schneeberg

 

Samstag, 07. September | Bedingungslose Hingabe | Matthäus 13,44-46

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 13,44-46

Ein Schatz, eine kostbare Perle. Zwei Dinge, die funkeln und glänzen, die von enormem Wert sind. Für fast alle Menschen der Welt wäre es eine riesige Freude, so etwas zu finden. Und sogar ein paar der Menschen, die meinen, im Leben schon alles zu haben, würden durch den Fund einer Perle oder eines Schatzes Glücksgefühle empfinden. Doch nur, weil man etwas zufällig findet, gehört es einem nicht direkt, besonders nicht zur damaligen Zeit. Der Schatz gehört dem Besitzer des Landstückes, in dem er vergraben ist und die Perle hat ebenfalls einen Vorbesitzer. Ich möchte jetzt aber natürlich, dass die Kostbarkeit mir gehört; wer kann bei etwas so Schönem schon widerstehen? Egal wie hoch der Preis ist, ich tue alles! Moment mal, wirklich alles? Die beiden Männer, von denen Jesus erzählt, geben buchstäblich alles, und zwar geben sie alles auf.

Dass wir Christen es ihnen gleich tun sollen, darauf spielt Jesus an. Der Schatz und die Perle stehen für Gottes Reich, für die neue Welt, die er für uns bereithält. Diese zu erreichen, das soll für uns genauso erstrebenswert und wertvoll sein wie ein Schatz. Dabei ist sie doch so viel mehr! Von Schmuck oder Geld allein können wir nicht leben. Bei Gott hingegen bekommen wir alles, was wir zum Leben brauchen. Er liebt uns – seine Kinder – und wenn wir uns ihm bedingungslos hingeben, sorgt er stets väterlich für uns. Doch für mich klingt genau dieses „bedingungslos“ so krass und überfordert mich ein wenig. Ich sehe folgende Situation vor mir: Ich stehe an einer Theke vor Gott und möchte mir mein Ticket in seine neue Welt kaufen. „Das kostet dann einmal alles, was du hast.“ Mir würde der Mund offen stehen bleiben. Wirklich alles? Aber, mein Handy... Aber, meine Familie… Aber, aber. Jedem fällt sicherlich direkt etwas ein, was ihr auf keinen Fall abgeben wollen würdet. Und genau hier liegt die Schwierigkeit. Den Männern aus der Erzählung fiel es nicht schwer, im Gegenteil: Sie vertrauten darauf, dass das, wofür sie alles aufgaben, ihnen am Ende ein erfülltes Leben ermöglichen wird. Mit Schätzen und Perlen mag das vielleicht nicht so sein, aber bei Gott finden wir definitiv alles, wonach unser Körper und unser Geist sich sehnen; er allein kann uns erfüllen.

Also: Auch wenn das in unserer Zeit des Materialismus-Denkens schwierig zu glauben scheint: Alles Irdische, all unsere irdischen Errungenschaften, sind Nichts im Vergleich zu dem, was Gott uns bieten kann und will. Und damit er das auch tut, müssen wir einfach nur alles Irdische aufgeben. Gar nicht mehr so schwer mit dem Wissen, dass uns bei Gott etwas viel Besseres erwartet, oder?

Kathleen Fleischer, Raschau

Freitag, 06. September | Ein Gleichnis – zwei Andachten | Matthäus 13,31-35

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 13,31-35

1.
Alles muss klein beginnen.

Aus einem Sonnenblumenkern kann etwas ganz Großes werden, was viel Freude verbreiten kann. Zum Beispiel Jesus, er war am Anfang „nur“ ein kleines Kind, was nichts machen konnte und irgendwann hat er uns erlöst, in dem er für uns starb und die Sünden der Welt mit sich nahm. Jesus hatte ein schwieriges Leben voller Hindernisse, aber auch voll Freude. Er hat nicht nur die Sünden der Welt mitgenommen, sondern auch die Menschen geheilt, die geglaubt haben. Er hat den Menschen den richtigen Weg gezeigt. Wenn man bedenkt, er war mal klein und machtlos und doch so groß. Ein Baby von einer gewöhnlichen Frau geboren. Ein Baby, was in einem Stall zur Welt kam. Ein Kind von großer Bedeutung. Ein Mensch, aber doch ein Teil Gottes. Niemand hätte gedacht, dass ein kleines Kind so besonders werden kann. Die Sonnenblume braucht Liebe, Wasser, Sonne, Dünger. Jesus hat aus dem Glauben gelebt und von der Liebe Gottes. So wie die Sonnenblume ihre Kerne verteilt und daraus neue Sonnenblumen wachsen, so verteilt Jesus seinen Glauben, der immer weitergegeben wird und immer mehr wächst.

Und irgendwann ist es groß!

Lilly Zieboll, Leutenberg

 

2.
Wir lesen das Gleichnis und denken sofort an Mogli, der Junge aus dem Dschungelbuch. Wie ein Baby nackt und unbeholfen liegt er da, es kümmert sich keiner um das Kind, bis ein Panther sich seiner annimmt und ihn zu den Wölfen bringt. Die Wölfe ziehen ihn auf, wie ihr eigenes Kleines, und bringen ihm alles bei, was er können muss. Er wächst heran, lernt neue Freunde und Eindrücke kennen, ja, er wird so groß, bis er der König des Dschungels wird; nicht einmal der Tiger, der von Grund auf nur Böses im Kopf hat, kann ihn erschrecken oder beängstigen. So ist es auch bei uns: Wir werden schon als Kind in die Kirche mitgeschleift; der eine geht freiwillig, der andere nicht; der eine bleibt dabei, der andere wendet sich ab. Die, die bleiben und sich engagieren, die werden wie Mogli: Sie übernehmen Aufgaben, sie wachsen heran, werden groß und stark, müssen Kraft zeigen und Leitfunktion übernehmen. Aber wenn sie das geschafft haben, sind sie fest verankert, so dass sie nichts mehr umhauen kann. Sie helfen ein Reich aufzubauen, was zur Ehre Gottes dient und auch der Gemeinde und den Menschen im Umfeld.
Also fühlst du dich bereit, dann werde auch ein Mogli, aber nicht Hals über Kopf, sondern nach dem bekannten Lied: „Probiers mal mit Gemütlichkeit mit Ruhe und …“. Entdecke deine Stärken (und Schwächen) und bring sie ein! Jeder ist wertvoll und so wachsen wir alle zu einem großen Früchte bringenden Baum, wo viele, die noch ratlos und rastlos sind, einen Platz finden.
Eine gesegnete Zeit wünscht

der Jugendkreis Bezirk Süd-Ost Thüringen

 

Donnerstag, 05. September | Weißt du, was gut ist? | Matthäus 13,24-30 + 36-43

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 13,24-30 + 36-43

Es gibt wenige Gleichnisse von Jesus, bei denen die Erklärung gleich mitgeliefert wird. Hier ist so eins. Ich hab gedacht, damit würde die Andacht ganz einfach. Da hatte ich mich aber getäuscht, denn die Unterteilung in gute und böse Menschen finde ich ganz schön schwierig. Ich, die ich mit Jesus lebe, gehöre ja schon mal ganz klar auf die Seite des guten Samens. Und die, die ohne Gott leben auf die andere Seite - dachte ich mir. Es könnte so einfach sein - ist es aber nicht. Denn ich muss gestehen, dass es mir nicht immer gelingt, so zu leben, wie ich denke, dass es Gott gefällt. Nicht mal, wenn ich versuche, alles liebevoll zu tun (denn das höchste Gebot ist ja das für die Liebe zu Gott, zu meinem Mitmenschen und zu mir), gelingt mir das. Manchmal sind lieb gemeinte Dinge genau das, was meinen Mitmenschen schadet oder ihnen den Weg zu Gott schwer macht. Und manchmal bin ich selbst gar nicht so eng mit Gott verbunden, wie ich das gern wäre. Dabei bin ich auf die Idee gekommen, dass das Gleichnis vielleicht gar nicht zur Unterscheidung der Menschen gedacht ist (denn Jesus hat ja auch gewusst, wie es in den Menschen aussieht), sondern beschreibt vielleicht, was in mir selbst manchmal passiert. In mir gibt es Momente, in denen Gottes Wort auf guten Boden fällt. Aber es gibt genauso Momente, in denen ich mit meinen Worten oder Taten dumme oder lieblose Dinge verursache. Und manchmal bin ich mir nicht mal sicher, ob ich selbst immer genau unterscheiden kann, was gut oder schlecht ist, ob ich etwas in Gottes Sinne tue, oder ob ich komplett daneben liege. Wenn ich das Gleichnis in diesem Sinne lese, dann hoffe ich, dass die Engel am Ende meines Lebens mein Unkraut wegnehmen, damit ich vor mir selbst, vor den andren und vor Gott so werden kann, wie es gut ist.

Und nur so als Zugabe ein Sprichwort:
Das Gegenteil von GUT ist nicht BÖSE,
sondern GUT GEMEINT.

Anna Meyer


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Die Andachten für die Sommerzeit 2019 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.