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Sommerandachten 2019

Dienstag, 02. Juli | Jakobus 1,13-18

Sommerandachten 2019

>>> Jakobus 1,13-18

Wenn ich mich verlaufe, bin ich nicht auf dem richtigen Weg. Wenn ich mich verzähle, stimmt das Ergebnis nicht. Wenn ich mich ver-suche, suche ich an der falschen Stelle.

Klar. Ich versuche nicht. Ich werde versucht.
Aber wodurch?
Jakobus schreibt: sicherlich nicht von Gott. Gott schützt uns nicht vor Herausforderungen, vor Schwierigkeiten, vor Leid. Aber die Versuchung kommt nicht von Gott, weil bei Gott ausschließlich Licht ist.
Darüber lässt sich lange nachdenken und diskutieren.
Doch das Wichtige scheint mir heute:
Wie kann ich mir schadenden Versuchungen widerstehen? Wie schaffe ich es, nicht hereinzufallen auf nur scheinbar Wunderbares? Wie kann mein Leben auch von daher gut, hell, erfolgreich sein?

Ich bin überzeugt:
Es kann nur mit einer stetigen, lebendigen Beziehung zu unsrem Gott gelingen. Nur mit einem konkreten Unterwegs-Sein mit Jesus Christus.
Nur mit dem Einüben, bei Gutem, Hilfreichem, Voranbringendem zu bleiben.
Ich bin überzeugt:
Es geht um weit mehr als um Übergewicht und Sex oder um Eva und den Apfel.
Es ist vielfältig, was mich von Gott wegdrängt. Und genau da sehe ich Ver-suchung. Dass ich an falscher Stelle suche, was ich nur bei unserem lebendigen Gott finde: Leben!

Ich wünsche Dir lebendige,
nachhaltige Erlebnisse mit Christus.
Ich wünsche Dir, dass Du sie als solche erkennst.
Ich wünsche Dir, dass Dich das nachhaltig vertrauter und vertrauensvoller mit Jesus macht.

Frohes Suchen und Finden an dieser einzig richtigen Stelle!

Beate Klähn-Egbers

Montag, 01. Juli | Gott ist kein fieser Lehrer | Jakobus 1,1-12

Sommerandachten 2019

>>> Jakobus 1,1-12

Was schreibt der Schreiber des Jakobusbriefes da? Freude in der Anfechtung? „Herzlichen Glückwunsch, wenn dein Glaube auf die Probe gestellt wird!“

Ich habe keine Lust auf Anfechtung und ich werde auch nicht gerne auf die Probe gestellt. Schon gar nicht, wenn es mit Ansage passiert. Da kann ich schon Tage vorher nicht mehr schlafen.

Aber manchmal, da passiert es einfach. Ganz unvorbereitet, von jetzt auf gleich muss ich Stellung beziehen. Will mir jemand meinen Glauben absprechen, weil ich ein anderes Gottesbild habe oder will mich jemand provozieren mit dem Leid dieser Welt: „Wo ist dein Gott, wenn das alles passiert?“

In solchen Gesprächen, wenn ich mich ihnen stelle, entwickelt sich bei mir Kontur, bekommt mein Glaube Profil und Stärke. In der Auseinandersetzung mit anderen – Menschen-Ereignissen-Erfahrungen, entwickelt, festigt und vertieft sich mein Glaube. Oder auch nicht. Auch das kann sein. Aber, wenn es mich nicht kaltlässt, wenn ich spüre, dass ich mich positionieren muss, dann verspüre ich oft genug auch ein Gefühl der Bewährung für mich selbst.

Der Schreiber dieses Briefes sagt nicht, wie das genau geht mit der Bewährung. Das geht auch gar nicht. Denn die Wege, die wir gehen sehen einfach unterschiedlich aus und sollen das auch sein. Wichtig ist, dass das Fundament da ist. Dass wir darauf vertrauen, dass Gott auf unserem Weg im und ins Leben mit uns geht. In Zeiten des Glücks aber auch in Zeiten des Zweifels.

Ein Leben im Glauben, ein Leben mit Gott zu führen das ist nicht immer nur wie ein Ponyhof. Das bedeutet nicht automatisch Glückseligkeit und Harmonie. Das Leben aller die glauben enthält genauso Konflikte, Zweifel und Krisen wie das Leben von Menschen, die ohne Gott leben. Das hängt mit dem Glauben selbst zusammen. Anfechtung setzt Glauben voraus. Glaube, dass Gott kein Leid will - nicht mein eigenes und nicht das anderer.

Für mich steht fest: Gott liebt die Menschen. Er ist kein fieser Lehrer, der uns eine reindrücken will. Gott weiß um unsere Grenze und wird nicht zulassen, dass wir über unsere Kraft belastet werden.
(1. Kor. 10,13)

Christine Meyer-Seifert, Zwickau

Sonntag, 30. Juni | Hoffnung auf Heimat | Psalm 105,24-45

Sommerandachten 2019

>>> Psalm 105,24-45

Minderheiten werden unterdrückt und verfolgt, extreme klimatische Veränderungen ruinieren die Wirtschaft, Menschen fliehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, andere Völker müssen Platz machen ...

Schonmal gehört?
Ja genau – das ist die Geschichte der Flucht aus Ägypten.

Als Gottes Volk im Lauf der Zeit immer größer und mächtiger wird, wittern die Ägypter und ihr Pharao Gefahr. Sie beginnen, die Israeliten zu unterdrücken.
Doch Gott steht seinem Volk bei und zeigt seine Macht in Finsternis, Unwetter, Ungeziefer, Missernte, Krankheit und Tod.
Aber was nun? Was soll das Volk Israel noch hier, in einem Land, in dem nichts mehr wächst, an dem so viele schlechte Erinnerungen hängen und in dem Menschen leben, die den Israeliten mit Angst und Gewalt begegnen?
Gott steht abermals seinem Volk bei und verhilft ihm zur Flucht. Die Hoffnung auf eine neue, bessere Heimat verleiht den Menschen in dieser entbehrungsreichen, qualvollen Zeit der Wanderung Kraft und Mut.
Und auch hier: Gott steht seinem Volk bei, versorgt und leitet sie auf der Suche nach dem gelobten Land.
Endlich angekommen müssen die Israeliten feststellen, dass ihre neue Heimat noch lange nicht ihnen gehört.
Doch abermals steht Gott seinem Volk bei und macht ihm Land und Besitz der hier lebenden fremden Völker zugänglich.
Der Psalm 105 ist überschrieben mit „Gott sorgt für sein Volk“, in dieser Flucht-Geschichte wird das deutlich.

Und jetzt nochmal:
Minderheiten werden unterdrückt und verfolgt,
extreme klimatische Veränderungen ruinieren die Wirtschaft, Menschen fliehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben,  andere Völker müssen Platz machen ...

Schonmal gehört?
Ja genau - das passiert gerade.

Die Flucht vor Gewalt und Unterdrückung, vor Hunger und Umweltkatastrophen, vor Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit betrifft auch uns, allerdings aus einem anderen Blickwinkel: Wir sind die, die Platz machen, helfen, Hoffnung und Heimat geben können.
Unser Glauben ist verwurzelt in einer erfolgreichen Flucht und einem gelungenen Neuanfang - lasst uns diesen Weg anderen nicht versperren.

Frauke Mehner, Venusberg

Samstag, 29. Juni | »Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!« | Sprüche 24,10-20

Sommerandachten 2019

>>> Sprüche 24,10-20

Sprichst du:
»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    fürwahr, der die Herzen prüft, merkt es,
    und der auf deine Seele Acht hat, weiß es
    und vergilt dem Menschen nach seinem Tun.
    (V. 12)

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    sprachen unsere Großeltern und wuschen
    ihre Hände in Unschuld.
    Das Grauen hatten sie nicht gesehen,
    die Schreie überhört.
    Die Zeichen der Zeit hatten sie verkannt
    und fanden sich plötzlich wieder in Krieg
    und Völkermord.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    hat ihnen niemand geglaubt, sondern ihnen
    den Spiegel vorgehalten.
    Im Rückspiegel der Zeit waren Millionen Tote und
    das eigene Schweigen zu sehen;
    doch wer sieht schon hin, wenn die Wirtschaft
    wieder boomt?
    Und jeder Meter im neuen Auto ließ das Grauen
    im Rückspiegel verschwimmen.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    sprachen unsere Eltern und wuschen
    ihre Hände in Unschuld.
    Den Müll hatten sie nicht gesehen,
    die Warnungen überhört.
    Die Zeichen der Zeit hatten sie verkannt
    und fanden sich plötzlich wieder in einer
    verdreckten Welt.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    hat ihnen niemand geglaubt, sondern ihnen
    den Spiegel vorgehalten.
    Im Rückspiegel der Zeit waren Umweltzerstörung
    und Ausbeutung der Armen zu sehen;
    doch wer sieht schon hin, wenn der Wohlstand
    leuchtend die Welt berauscht?
    Und jedes neue Gerät ließ das Unrecht hinter
    farbenfrohen Bildern verschwinden.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    höre ich mich selber sagen und wasche
    meine Hände in Unschuld.
    Das Sterben der Bienen, den Hass gegen
    andere – ich will das nicht sehen.
    Die Zeichen der Zeit habe ich erkannt
    und finde mich plötzlich in einer
    überfordernden Zeit.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    wird mir niemand glauben, sondern mir den
    Spiegel vorhalten.
    Im Rückspiegel der Zeit werde ich die Vorboten
    des Unheils und meine Untätigkeit sehen;
    doch wer sieht genauer hin, sieht, dass ich mich
    schon jetzt schäme?
    Und jede neue Tagesschau vergrößert meine
    Überforderung, Schuld und Scham.

»Siehe, wir haben‘s nicht gewusst!«
    wird mir auch Gott nicht glauben, sondern mir
    den Spiegel vorhalten.
    In meinem Herzen wird er es sehen und in meiner
    Seele es lesen;
    doch was wird er tun, wenn er mir nach meinem
    Tun vergilt?
    Und so fürchte ich Gott mehr
    als den Rückspiegel der Zeit.

»Vater, vergib ihnen, denn sie tun nicht, was sie wissen!«*
    spricht Jesus und wäscht
    meine Hände in Unschuld.
    Befreit von der Furcht vor Gott und der Scham vor
    mir selbst
    wird mein Herz mild gegenüber meinen Eltern
    und Großeltern.
    Ich scheue nicht mehr zurück vor den
    Zeichen der Zeit,
    und setze mich ein für eine bessere Welt,
    weil ich nun einmal sagen kann:
    »Siehe, wir haben‘s gewusst!«

Manuel Stemmler, Weißenburg
* (nach Lk 23,34)

Freitag, 28. Juni | Was tankst du? | Sprüche 23,29-35

Sommerandachten 2019

>>> Sprüche 23,29-35

Ich war noch nie so richtig besoffen, naja zumindest nicht so mit Übelkeit und Kopfschmerzen am nächsten Tag und ich wollte es für diese Andacht auch nicht extra probieren, obwohl ich kurz drüber nachgedacht habe.
Wer kennt das nicht: Man sitzt unter Freunden in geselliger Runde zusammen, es gibt einige Gläschen _____________ (Was trinkst du eigentlich so?) und so langsam merkt man, wie sich das Denken verlangsamt, die Konzentration schwindet und das Gehirn Stück für Stück herunterfährt. Beim Versuch aufzustehen kommt man früher oder später zu dem Schluss, dass man lieber sitzen bleibt usw. Nach und nach hat man unter der Schädeldecke nur noch einen Taschenrechner statt eines Hochleitungscomputers.
Bevor der Spaß anfängt heißt es: „Oh, du trinkst heute Alkohol? Das kann lustig werden – war es bisher immer.“ und man fühlt sich ermutigt und trinkt erst recht.
Jetzt macht Alkohol mit den Leuten die verschiedensten Sachen. Die einen werden ganz ruhig, die anderen aufbrausend. Ich bleibe sitzen und rede dummes Zeug. Aber hey, dabei lässt es sich doch super abschalten. Einfach mal alles ringsum vergessen.
Was passiert da mit mir? Wenn wir die Kontrolle über unsere Sinne verlieren, unsere Wahrnehmung einschränken, bekommt uns das nicht. Das ist keine brandneue Erkenntnis, schließlich lesen wir das schon in unserem Bibeltext. Die Erkenntnis stammt vermutlich aus einer Zeit, in der es noch nicht mal eine Schriftsprache gab und wurde in die Sammlung der Sprüche später mit aufgenommen.
Kein Mensch sollte freiwillig von einem neuen 12-Zylinder-Supersportwagen auf einen gebrauchten, klapprigen Roller ohne Kennzeichen umsteigen. Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Alkohol, aber bekanntlich macht die Dosis das Gift.
„Was tankst du?“ hab ich als Überschrift gewählt. Eine Frage, die nicht nur dazu einlädt zu überlegen, was ich so an Getränken in mich hineinschütte, sondern eine Frage, die sich auch auf unseren Glauben beziehen kann.
Was tanke ich denn in Bezug auf unseren Glauben? Wie oft besuche ich den Gottesdienst oder den Jugendkreis? Wie oft lese ich denn in der Bibel oder spreche mit Gott im Gebet? Was bei Alkohol nicht so ratsam ist, ist hier so richtig zu empfehlen. Nimm was du kriegen kannst, so oft du es kriegen kannst. Mal richtig besoffen sein von Gottes Wort, so voll, dass es wieder rauskommt und der Kopf davon dröhnt, ist nicht die schlechteste Vorstellung. Und für alle Pragmatiker sei noch erwähnt: Ist man voll vom Glauben, dann hat das 0% Nachteile. Jeder hat etwas davon und es treibt einen nicht in den Ruin.

Willi Mehner, Venusberg

Donnerstag, 27. Juni | Keine leeren Worte sondern weise Sprüche | Sprüche 21,13-31

Sommerandachten 2019

>>> Sprüche 21,13-31

Würdest du mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springen oder einmal Bungee-Jumping probieren? Wenn ja, dann ist das echt mutig! Ich bin dafür viel zu feige.
Um Mut geht es auch in den Sprüchen für den heutigen Tag. Um den Mut, Grenzen zu überwinden. Vielleicht entdeckst du die Grenzen beim Lesen der Verse gar nicht. Es geht ja auch nicht um Geschwindigkeit, Höhe oder Tiefe. Es ist die Grenze in uns, die Angst im Leben zu kurz zu kommen oder im Leben etwas zu verpassen. Vielleicht hast du ja die beiden Sätze schon mal gehört:

  • „Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht.“  
  •  „Lieber Gott mach dass ich bei Tische stets das beste Stück erwische.“

Ich habe das Gefühl, dass in vielen Menschen diese Angst steckt, unwichtig zu sein, langweilig, einer von vielen. Und das wir unsere Zeit und Energie daran setzen, gesehen zu werden, jemand Besonderes zu sein, aufzufallen.
Die Verse für heute fordern uns auf, mutig zu leben. Mutig, in dem wir uns nicht zu wichtig nehmen.  Und das in verschiedenen Bereichen unseres Lebens:
Vers 19
Wie viele Geheimnisse plauder ich aus, nur um  Aufmerksamkeit zu bekommen?
Vers 20
Warum mache ich meine Eltern schlecht, in Gedanken und Worten?  Sicher gibt es     bei den meisten Menschen Konflikte und auch ich bin selten einer Meinung mit meinen Eltern … aber einen Menschen schlecht machen heißt, ich mache ihn nieder, ich mache ihn klein. Warum eigentlich? Meist um mich größer zu fühlen.
Vers 21
Auf wie viele Dinge glaube ich ein Recht zu haben! Habe ich den Mut, nicht mit Besitz zu rechnen, sondern  als Geschenke zu sehen, das ich bekomme oder eben auch nicht?
Vers 22
Habe ich den Mut das Band des Hasses einfach loszulassen, im Wissen, dass Gott für mich streitet? Auch dann, wenn es so aussieht, als hätte ich verloren?
Vers 23
Welche Vorteile versuche ich mir zu schaffen, auch mit Betrug oder faulen Ausreden?

So wie ich zu feige bin, mich in die Tiefe zu stürzen, wird es Menschen geben, die nicht den Mut haben, ihr Leben Gott anzuvertrauen. Das würde heißen, ich gebe mein Leben ein Stück aus der Hand. Ich kontrolliere es nicht mehr. Ich sorge mich nicht darum, ob ich „alles“ im Leben erreiche. Was auch immer „alles“ sein mag. Ich vertraue, dass Gott für mich sorgt.

Also, wenn du dir keinen Fallschirmsprung leisten kannst oder dir der Mut fehlt, dann stürze dich mit viel Mut ins Leben.

Katrin Köhler, EMK Annaberg-Buchholz

Mittwoch, 26. Juni | Mutig leben | Sprüche 20,19-24

Sommerandachten 2019

>>> Sprüche 20,19-24

Würdest du mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springen oder einmal Bungee-Jumping probieren? Wenn ja, dann ist das echt mutig! Ich bin dafür viel zu feige.
Um Mut geht es auch in den Sprüchen für den heutigen Tag. Um den Mut, Grenzen zu überwinden. Vielleicht entdeckst du die Grenzen beim Lesen der Verse gar nicht. Es geht ja auch nicht um Geschwindigkeit, Höhe oder Tiefe. Es ist die Grenze in uns, die Angst im Leben zu kurz zu kommen oder im Leben etwas zu verpassen. Vielleicht hast du ja die beiden Sätze schon mal gehört:

  • „Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht.“  
  •  „Lieber Gott mach dass ich bei Tische stets das beste Stück erwische.“

Ich habe das Gefühl, dass in vielen Menschen diese Angst steckt, unwichtig zu sein, langweilig, einer von vielen. Und das wir unsere Zeit und Energie daran setzen, gesehen zu werden, jemand Besonderes zu sein, aufzufallen.
Die Verse für heute fordern uns auf, mutig zu leben. Mutig, in dem wir uns nicht zu wichtig nehmen.  Und das in verschiedenen Bereichen unseres Lebens:
Vers 19
Wie viele Geheimnisse plauder ich aus, nur um  Aufmerksamkeit zu bekommen?
Vers 20
Warum mache ich meine Eltern schlecht, in Gedanken und Worten?  Sicher gibt es     bei den meisten Menschen Konflikte und auch ich bin selten einer Meinung mit meinen Eltern … aber einen Menschen schlecht machen heißt, ich mache ihn nieder, ich mache ihn klein. Warum eigentlich? Meist um mich größer zu fühlen.
Vers 21
Auf wie viele Dinge glaube ich ein Recht zu haben! Habe ich den Mut, nicht mit Besitz zu rechnen, sondern  als Geschenke zu sehen, das ich bekomme oder eben auch nicht?
Vers 22
Habe ich den Mut das Band des Hasses einfach loszulassen, im Wissen, dass Gott für mich streitet? Auch dann, wenn es so aussieht, als hätte ich verloren?
Vers 23
Welche Vorteile versuche ich mir zu schaffen, auch mit Betrug oder faulen Ausreden?

So wie ich zu feige bin, mich in die Tiefe zu stürzen, wird es Menschen geben, die nicht den Mut haben, ihr Leben Gott anzuvertrauen. Das würde heißen, ich gebe mein Leben ein Stück aus der Hand. Ich kontrolliere es nicht mehr. Ich sorge mich nicht darum, ob ich „alles“ im Leben erreiche. Was auch immer „alles“ sein mag. Ich vertraue, dass Gott für mich sorgt.

Also, wenn du dir keinen Fallschirmsprung leisten kannst oder dir der Mut fehlt, dann stürze dich mit viel Mut ins Leben.

Katrin Köhler, EMK Annaberg-Buchholz


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Die Andachten für die Sommerzeit 2019 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.