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Sommerandachten 2019

Mittwoch, 31. Juli | Der Knackpunkt | Matthäus 7,7-11

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 7,7-11

„Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet!“

Selbst Menschen, die sonst keinen Wert darauf legen, Bibelverse auswendig zu lernen (was ich übrigens nur empfehlen kann!), sind diese drei Sätze wohlbekannt und wahrscheinlich auch so verankert, dass nicht mehr groß darüber nachgedacht wird. Ich muss sagen, noch vor ein paar Jahren stand ich diesem Abschnitt skeptisch gegenüber und ich bin mir sicher, manchen von euch ging oder geht es noch genauso. Wie oft schon habe ich Gott um etwas gebeten und es ist nicht eingetreten? Wie oft schon bin ich im Lobpreis auf die Suche nach Gottes Nähe gegangen und habe mich nicht so erfüllt gefühlt, wie es die Menschen um mich herum anscheinend waren? Wie oft schon habe ich von Menschen gehört, die an die Glaubenstür geklopft haben und sich dann enttäuscht wieder abwandten, weil ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden? Solche Erlebnisse haben mich früher zum Grübeln gebracht - heute kann ich mit mehr Vertrauen auf diese Verse blicken. Wie das? Geht von der Grundwahrheit unseres Glaubens aus: Gott ist gut! Unser liebender Vater! Punkt. Du kannst es gerade nicht spüren oder fühlen? Darum geht es nicht! Entscheide dich dazu, deine Gefühle nicht deinen Glauben in Frage stellen zu lassen. Sobald du dich an einem Punkt in deinem Leben bewusst bekehrt hast und getauft bist, kann dir Jesus, der sein Opfer auch für dich gebracht hat, niemand mehr nehmen. Er hat dich angenommen, so wie du bist und nichts und niemand in dir und um dich ist in der Lage, das zu ändern. Wenn du nun davon ausgehst, dass Gott gut ist, dann ist nur noch die Frage übrig, was er dir schenkt, nicht mehr ob überhaupt. Wenn du die Verse genau liest, steht da auch gar kein genaues Vorgehen, wie er dich beschenken, dir Türen öffnen und dich finden lässt. Der Knackpunkt heißt Vertrauen.

Kennst du das gleichnamige Lied „Wer bittet, dem wird gegeben?“ Während wir häufig an materielle Güter denken, wenn wir um etwas bitten und das auch in diesem Bibelabschnitt aufgegriffen wird, schenkt Gott uns im Überfluss, was nicht unsere Mägen, sondern unsere Herzen füllt: seinen Geist… Glaube fest daran, dass er die Basis bildet, für alle Dinge, um die wir bitten, nach denen wir suchen und wegen denen wir anklopfen.

Anika Albani (Dresden)

Dienstag, 30. Juli | Ein weiser Mensch, mein Lehrmeister | Matthäus 7,1-6

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 7,1-6

Der Ausbilder stauchte uns mächtig zusammen, weil wir in der Autowerkstatt irgendwelchen Blödsinn in der Pause gemacht hatten. Ich lernte damals Autoklempner. Bedrüppelt und schuldbewusst stand ich da und sah, wie erregt er war und zwar zu recht. Doch 3 Minuten nach der Standpauke sprach derselbe Lehrmeister mit mir über meine aktuelle Aufgabe und erörterte  völlig unaufgeregt und ohne Groll die nächsten Schritte am Wagen – als wäre eben nichts gewesen. Dieses Umschalten hatte mir so imponiert, dass ich ihn Tage später danach fragte. Er erklärte mir, dass es ihm wichtig sei, das eine vom anderen zu unterscheiden. Das falsche Verhalten hatte er benannt, aber damit  wollte er nicht die ganze Person verurteilen. So verstehe ich Jesus, wenn er sagt: „Verurteilt nicht!“ Und Jesus geht noch viel weiter: Was kümmert dich der Splitter im Auge des anderen, wenn du selbst doch einen ganzen Balken im Auge hast? Es geht nicht nur um die berühmten „Tomaten vor den Augen“, sondern darum, dass wir selbst nicht ohne Fehler sind und eine Menge bei uns entdecken könnten.
Nun sollen wir nicht völlig unkritisch sein. Doch woher kommt es, dass wir oft schon in Gedanken Menschen taxieren und oftmals nur die Fehler sehen? Indem ich jemanden verurteile, werte ich die Person ab, sie wird kleiner und damit werde ich größer. Der negative Impuls kommt psychologisch gesehen daher, dass ich mich klein fühle und größer sein möchte. Oder ich habe  das Gefühl, ich bin nicht so wertvoll. Und wenn die andere Person Fehler hat, fühle ich mich gleich besser.
Es klingt hart, wenn es heißt, wir werden einst (bei Gott) mit dem gleichen Maß beurteilt, mit dem wir es jetzt selbst tun. Doch es ist Jesus, der in derselben Rede, der Bergpredigt, im 5. Kapitel auch zu uns sagt: „Ihr seid das Licht der Welt!“. Und damit zeigt er uns: Weil ihr Gottes Kinder seid, traue ich euch diesen Anspruch zu. Ihr seid alle, so wie ihr seid, geliebt, einzigartig, unbezahlbar wertvoll! Und ich will euch auf eurem Weg begleiten. Ihr habt es nicht nötig, jemanden klein zu machen. Folgt mir und ihr werdet den Weg der Liebe  gehen können – nicht perfekt, aber so wie ihr aus Gottes Vergebung lebt, könnt ihr auch andere mit barmherzigen Augen betrachten.

Pastor Andreas Fahnert, Oranienburg,
Jugendreferent im KJW Nord

 

Montag, 29. Juli | „YOLO – You only live once“. | Matthäus 6,25-34

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 6,25-34

Das ist ein bisschen wie der lateinische Spruch „Carpe Diem – nutze den Tag“ aus dem Barock. Hinter beiden Sätzen steckt der Wille, jeden Tag auf dieser Welt zu nutzen, als wär‘s der letzte, etwas zu riskieren, etwas Verrücktes zu machen, das Leben in vollen Zügen auszukosten. Allerdings schwingt in beiden Sätzen auch die Vergänglichkeit und der Tod mit. „You only live once“ heißt nichts anderes als: „Du stirbst irgendwann und hast dann keine zweite Gelegenheit.“ Und „Carpe Diem“ verweist auch darauf, dass unsere Tage irgendwann aufhören, eben gezählt sind. Das verleiht dieses Sätzen etwas Düsteres. Sie sind gleichzeitig Aufruf zu einem intensiven Leben und Erinnerung an den Tod.
Ganz anders der Text aus dem Matthäusevangelium. Da geht es auch um ein intensives Leben, darum das Leben zu genießen, es in vollen Zügen zu leben. Vielleicht werden deshalb so viele Bilder aus der Natur in diesem Text genannt: Gras, Wiesenblumen, Vögel, alles Sachen, die unser Leben schön und lebendig machen. Aber bei Jesus schwingt nicht die Mahnung vor dem Tod im Hintergrund mit, sondern etwas ganz anderes, helleres: Vertrauen. Er macht uns nämlich Mut, unsere Sorgen über Bord zu werfen, uns nicht so viele Gedanken zu machen, was Morgen sein wird. Warum? Weil Gott auf uns achtet und dafür sorgt, dass uns heute und auch morgen nichts fehlt. Er passt auf uns auf, weil er uns liebt! Mehr sogar noch als das Gras, die Vögel und die Blumen!
Konkret heißt das für mich: Ich vertraue Gott, dass er mir alles geben wird, was ich brauche und dass ich mir nicht zu viele Gedanken um die Zukunft machen muss. Ich kann jeden Tag genießen ohne immer daran zu denken, wie‘s wohl morgen aussieht. Und das ohne Mahnung an den Tod, sondern weil Gott es uns versprochen hat!

Ante von Postel

Sonntag, 28. Juli | Gottes Wort ist Leben! | Psalm 119,97-104

Sommerandachten 2019

>>> Psalm 119,97-104

Der Psalm 119 ist ein Loblied auf das Wort Gottes. Der Autor dieser Verse ist regelrecht verliebt in Gottes Weisungen. Für ihn ist Gottes Wort etwas zum Genießen (V. 103) und er denkt sogar den ganzen Tag darüber nach (V. 97). Wenn wir mal kurz überlegen, worüber wir den ganzen Tag am meisten nachdenken, wird es – so behaupte ich – nicht in erster Linie das Gesetz Gottes sein. Mit einem Gesetz verbindet man Regeln, Einschränkungen, Verbote. Das Gesetz in der Bibel umfasst ganze 5 Bücher – darüber soll ich freudig nachdenken? Wie kann es den Psalmisten so frei und glücklich machen? Er maßt sich sogar an, klüger als alle Lehrer und erfahrenen Alten zu sein (V. 99f). Das zeigt, dass Gottes Wort für ihn die einzige Wahrheit ist und seine Orientierung im Leben. Vergeblich versuchen wir in dieser Welt, die wahren Antworten zu finden. Der Psalmist hat diese Wahrheit in Gottes Wort gefunden. Diese Wahrheit ist sogar so in ihn übergegangen, dass er alle anderen, falschen Wege verabscheut (V. 104). Gottes Wille und Seine Perspektive ist zu seiner eigenen geworden. Ist es nicht das, wonach auch wir streben? Gottes Willen mit Freuden erfüllen? Erfüllt von seinem Geist zu sein, sodass Sein Wille zu unserem wird? Immer mehr werden wie ER? Wir müssen uns vor Augen führen, dass Gottes Gesetze nicht durch böswillige Verbote geprägt sind, sondern von seiner überströmenden Liebe zu uns. Von Gott kommt nur Gutes und er will uns schützen. Gott überblickt noch dazu unser ganzes Leben. Er weiß alles und sieht jede Konsequenz einer Entscheidung, sodass sein Wille und die damit verbundenen Gebote zu 100 % vertrauenswürdig sind!  Müssen wir dazu die fünf Bücher Mose oder die Gebote der Bergpredigt erfüllen? Nein. Denn Gott hat sein eigenes Gesetz erfüllt, indem er uns in Seiner Gnade Jesus schenkte. An Ihn sollen wir glauben, da Er allein das ganze Gesetz erfüllt hat, was wir niemals erfüllen können. Das gibt uns jedoch keinen Freischein, zu tun, was wir wollen. Das Gesetz wird nicht aufgehoben und es ist und bleibt Gottes Wille. Es steht als Maßstab festgeschrieben. Es zeigt uns aber, dass wir es niemals erfüllen können. Doch es gibt die freimachende Wahrheit: Jesus Christus, der uns durch seinen Tod am Kreuz von dem Gesetz und dem Druck, dieses zu erfüllen, frei macht. Und wie gut ist Gottes Wort! Auch wir dürfen es uns jeden Tag vor Augen führen und uns an der guten Nachricht freuen. Denn wenn wir uns immer wieder auf die Beziehung zu Gott einlassen, dann werden auch wir ganz frei. Gottes Wort ist der Maßstab, der uns Orientierung gibt. Darauf können wir unser ganzes Leben gründen!

Alisa Raabe, Rodewisch

 

Samstag, 27. Juli | Investition ins Leben! | Matthäus 6,19-24

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 6,19-24

In was investiere ich mein Leben? Darum geht es kurz zusammengefasst in einem Satz in diesem Abschnitt. Matthäus gibt nicht viele Möglichkeiten, lässt kein sowohl als auch zu. Für ihn gibt es nur zwei Alternativen: Gott oder Geld. Was könnte er damit meinen?
Dass unendliches Wachstum, wie es die Wirtschaft im derzeitigen System will und braucht nicht möglich ist, spricht sich so langsam herum. Trotzdem wird gerade das Haben-wollen gefördert. Neues Smartphone, neue Kleidung, neue Schuhe, neue Geräte, neue Trends - und all das permanent. Die Werbung propagiert, was wir alles brauchen, um uns endlich gut zu fühlen. Die Bibel spricht nicht gegen Geld verdienen, um sich den Lebensunterhalt zu sichern. Im Gegenteil wird dazu aufgerufen Arbeit zu verrichten und Geld zu verdienen, um auch Gutes zu tun.
Jesus lebt vor, welche Haltung Gott hat: Geben-wollen. Gott gibt uns aus einem Überfluss, den Jesus mit „Leben in Fülle“ meint. Damit ist kein materieller Besitz gemeint, sondern ein Leben in Gemeinschaft mit Gott mit all dem Segen, der dazu gehört: innerer Frieden, Teilen können, beschenkt werden, Liebe erfahren und geben, Freude und Glück, das nicht abhängig ist von der Tagesform und dem, was gerade im Leben los ist.  
Wenn wir wissen wollen, wo wir im Moment stehen können wir uns fragen: Womit sind meine Gedanken am meisten beschäftigt? Was zu verlieren würde mich am meisten schmerzen? Die ehrlichen Antworten führen uns zu einer inneren Wahrheit. Wir müssen nicht nichts haben, wir dürfen uns auch an Konsum erfreuen. Wenn er auch noch nachhaltig ist um so besser! Letztlich geht es um die Frage, welchem Sinn im Leben ich mich hingebe. In was investiere ich mein Leben? Wenn wir uns Jesus anschließen, dann entscheiden wir uns für das Geben-Wollen. Viele Geschichten in der Bibel und Beispiele von Menschen heute zeigen uns, wie das gehen kann. Wir entscheiden uns dafür, uns im Geben zu üben. Nicht immer gelingt es, aber dann probieren wir es weiter. Wichtig ist, wem oder was ich folge und woran ich dadurch mein Herz hänge. Als Gemeinschaft derer die glauben, sind wir gemeinsam unterwegs, gemeinsam am Einüben was es heißt, Jesus hinterher zu gehen, ihm zu folgen. Wir stärken uns gegenseitig auch in dieser Haltung des Geben-Wollens. Wir verstehen immer wieder und immer tiefer, dass wir in erster Linie Beschenkte von Gott sind. Gottes Liebe macht es uns möglich, unser Herz dieser Liebe und dem Geben und Nehmen zu öffnen. Im Übrigen ist dieses Geben-Wollen auch die einzige Chance für unseren Planeten. Noch ein Grund mehr, diesen Weg zu wählen!

Anke Neuenfeldt, Murrhardt

 

Freitag, 26. Juli | From the inside out – (Nicht nur) vom Fasten | Matthäus 6,16-18

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 6,16-18

„Nein danke, aber ich faste.“ „Oh Schokolade … aber ich faste.“ „Heute nicht, ich faste.“
Wenn ich solche Sätze höre oder selbst von mir gebe, fühle ich mich ein bisschen an den klischeehaften Kampf-Veganer erinnert, der allen immerzu und ungefragt erzählt, dass er ja vegan lebt. „Können Sie mir sagen, wie spät ist es?“ – „Nein, aber ich bin Veganer.“
Dabei geht es dann nicht mehr um die Sache an sich, sondern um Aufmerksamkeit und Profilierung. Der Veganer erhält letztendlich mehr Aufmerksamkeit als das eigentlich wichtige, das vegan Leben.
Wenn ich das tue, fühle ich mich zumindest immer so; obwohl ich das ja nicht für Aufmerksamkeit oder Mitleid sage, sondern als Erklärung, um mein
Ablehnen zu erklären. Aus Höflichkeit.
Und manchmal auch, um mich selbst davon zu überzeugen, dass es so ist. Um mir selbst die Möglichkeit auf einen Rückzieher zu nehmen. Ich erzähle einfach allen Leuten – also meinen Mitbewohnern, meinen Freunden, meiner Familie, manchmal auch random im Smalltalk – dass ich heute zum Sport gehe, morgen noch das Bad putze und meine Hausarbeit fertig geschrieben haben werden. Wenn ich es oft genug gesagt habe, dann muss ich das auch machen, damit ich zu meinem Wort stehen kann. Also nach dem Motto „etwas so oft sagen bis es wahr wird“. Dabei ist der Trick doch eigentlich, wenn man sein Verhalten ändern will, „etwas so oft machen, dass es zur Gewohnheit wird“ und nicht nur darüber zu reden. Veränderung kommt von innen.
In der Bibelstelle ist es so ähnlich, die Kritik setzt genau da an: Dadurch, dass man ständig davon redet oder nonverbal darauf aufmerksam macht, wird Fasten zu etwas nach außen Gerichtetem. Dann wird das Fasten ganz allein an einem verzogenen Gesicht festgemacht, am Verzicht und eben nicht an der Auswirkung davon. Es soll auf die Leute wirken, bei ihnen Reaktionen hervorrufen und kann so keine innere Veränderung herbeiführen.
Dabei ist Fasten doch vor allem für einen selbst, ist eine innere Reinigung, die sich dann – letztendlich von selbst – nach außen trägt.
Und dieser innere Prozess soll sich nicht in einem verzogenen Gesicht zeigen, sondern in Reinheit. Also: Salbe dein Haupt, wasche dein Gesicht, schmeiß dich in Schale, mache dich hübsch. Du bist gerade dabei, dein Inneres umzukrempeln, dann mache das doch auch an deinem Äußerem fest. Und ja, die wirkliche Veränderung ist natürlich innen verborgen, aber Gott sieht sie trotzdem. Oder gerade deshalb.

Katrin Lüdeke, Oldenburg

Donnerstag, 25. Juli | Tür zu! | Matthäus 6,5-15

Sommerandachten 2019

ACHTUNG! - in der Broschüre wurde zu dieser Andacht leider die falsche Bibelstelle abgedruckt! Sorry.

>>> Matthäus 6,5-15

Das rief meine Mutter ganz oft, wenn ich ins Wohnzimmer gelaufen kam. Unser Flur war nicht beheizbar und daher im Winter ziemlich kalt. Damit das Wohnzimmer schön warm blieb, hatten wir darauf zu achten, die Tür zum Flur geschlossen zu halten. Jesus sagt in diesem Text auch „Tür zu!“ – allerdings in einem etwas anderen Zusammenhang. „Tür zu, wenn du beten willst!“ Nicht, weil das Zimmer sonst kalt wird, sondern weil du sonst zu sehr abgelenkt bist. Es lohnt sich, immer wieder mal allein Zeit mit Gott zu verbringen, der wie ein guter Vater für dich sorgt und dem du total wichtig bist, der dich versteht wie kein anderer und sich nichts mehr wünscht, als dass sein Kind sich in seiner Liebe aufgehoben und getragen weiß und sich ihm mit allem anvertraut.
Aber er ist im Verborgenen, für unsere Augen so nicht sichtbar.

Wir können ihn nur mit dem sehen, aber dazu brauchen wir ein paar Augenblicke . Gar nicht so leicht im Alltag, wo ständig irgendwelche Bilder vor unserer Nase tanzen, alle paar Minuten Nachrichten auf unserem Handy „Pling“ machen, Termine eingehalten werden wollen, Stimmen an unser Ohr dringen, Aufgaben erledigt werden müssen …

In diesen ganzen Alltagstrubel hinein klingen Jesu Worte: Schließ einen Moment die Tür zu all diesen Eindrücken, gönn dir ein paar Augenblicke Stille, schalte die Musik aus, stell dein Handy und alles, was dich ablenkt, auf  und such das Gespräch mit deinem Vater im Himmel. Du musst auch gar nicht viel sagen. Manchmal genügt es, ihn einfach in dein schauen zu lassen. Vielleicht sagt er ja auch etwas zu dir? Und wenn dich zu viele Gedanken ablenken wollen, dann schreib sie auf und male ein  dahinter. Auch sie müssen jetzt mal einen Moment schweigen! Jetzt ist Papa-Zeit!
Einen Moment lang. Du wirst staunen, was das mit dir macht!
Und dann bete doch mal das Vaterunser. Ist schon interessant, dass Jesus uns dieses Gebet gerade für das stille Kämmerlein mitgegeben hat (war mir vorher noch nie so richtig aufgefallen, weil wir es ja meistens im Gottesdienst beten und nicht allein in unserem Zimmer!). Ich glaube, es kommt ihm dabei auch gar nicht so sehr auf den genauen Wortlaut an, sondern er wollte uns in erster Linie eine Anleitung zum Beten geben: dass wir lernen, Gott zu vertrauen, weil er unser Vater ist und weiß, was wir brauchen, dass wir ihn in seiner Größe und Liebe zu uns wahrnehmen und uns mehr und mehr nach seinem Willen ausrichten.


Maren Herrendörfer, Berlin (KJW Nord)

 


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Die Andachten für die Sommerzeit 2019 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.