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Sommerandachten 2019

Mittwoch, 24. Juli | Rätselhaft | Matthäus 6,1-4

Sommerandachten 2019

ACHTUNG! - in der Broschüre wurde zu dieser Andacht leider die falsche Bibelstelle abgedruckt! Sorry.

>>> Matthäus 6,1-4

Wenn die linke Hand nicht wissen darf, was die rechte Hand tut: Ob dabei eine Andacht zu Stande kommen kann, oder ist es nicht eher ein unmögliches Rätsel, dass es zu lösen gilt?

Rätsel? Vielleicht ist das die Lösung für unsere Andacht: Im folgenden Gitter haben wir 16 Begriffe aus dem heutigen Bibeltext versteckt. Die versteckten Begriffe stammen aus der „Hoffnung für Alle“.
(Die meisten Begriffe findet ihr auch in anderen Übersetzungen.)

Viel Spaß!

Jugendkreis Schönheide/Stützengrün

Rätsel zu Matthäus 6,1-4

 

Hier geht's zu den Lösungen: horizontal & vertikal, diagonal & bonus

Dienstag, 23. Juli | Grenzüberwindung | Matthäus 5,38-48

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 5,38-48

Heute lesen wir die letzten beiden „Antithesen“. Jesus tritt in der Bergpredigt als Gesetzesausleger auf. Er stellt sich mit seiner Auslegung gegen die Lehrtradition. Er tut dies als der bevollmächtigte Sohn Gottes (vgl. Mt. 5,17). Damit hat seine Auslegung für Hörende und Lesende eine gültige und verbindliche Aussagekraft. Mit seiner veränderten Auslegung möchte Jesus eine „bessere Gerechtigkeit“ (vgl. Mt. 5,20) ermöglichen. Inhalt der Bergpredigt ist die Nähe des Reiches Gottes. Wenn eine andere, eine bessere Gerechtigkeit auf dieser Welt herrscht, ist das Reich Gottes ganz nah. Damit eine andere Gerechtigkeit auf dieser Welt herrschen kann, muss ich mein Verhalten überdenken. Nächstenliebe und das Einsetzen für Gerechtigkeit ist nicht etwas, was ausschließlich christlich ist. Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Verbände setzen sich ebenso für Frieden, gerechten Lohn, Integration und Klimaschutz ein, wie die Kirchen. Die von Jesus angesprochene bessere Gerechtigkeit fängt bei mir an und geht darüber hinaus, wie Andere Gerechtigkeit verstehen. Damit eine andere Gerechtigkeit in der Welt aufkommt, muss ich etwas tun, was mich herausfordert und mich sogar ärgert: Wenn mich jemand schlägt, soll ich das so hinnehmen. Wenn ich beklaut werde, soll ich etwas dazugeben. Eine Person, die ich hasse, soll ich lieben. Menschen, die mir Unrecht antun, die mich ausnutzen, die mich verfolgen soll ich lieben. Meine Mitmenschen zu lieben, ist ja schon nicht einfach, aber jetzt auch noch meine Feinde?
„Ja“ sagt Jesus, denn: „Vor Gott sind alle Menschen gleich.“ ( vgl. Mt. 5, 45)
So, wie ich von Gott geliebt bin, mit meinen Fehlern und schlechten Dingen, die ich tue, so ist mein Feind ebenfalls von Gott geliebt. Wenn ich mir das vor Augen halte, ist das, was Jesus sagt nicht nur eine Aufforderung, sondern auch eine Einladung, mein Gegenüber anders zu sehen: Der Mensch, der mir etwas antut, ist ein Mensch, wie ich: Von Gott geliebt. Damit eine andere Gerechtigkeit auf dieser Welt Platz findet, muss ich meine Grenzen überwinden
In einer gerechten Welt, wie Gott sie will, soll es keine Feindschaft mehr geben. Durch Jesu Aufforderung den Feind zu lieben, ist das möglich. Ziel soll sein, dass der Feind seine Feindschaft aufgibt. Indem ich den Menschen, die mir etwas Böses wollen, mit einem Verhalten begegne, mit dem sie nicht rechnen, können sie ihre Feindschaft aufgeben.
Christliche Feindesliebe überwindet Grenzen, weil in Jesu Aufruf zur Liebe die Mitmenschen und Feinde immer als Geliebte Gottes angesehen werden.

Jonas Stolze


Wo Menschen sich vergessen,
die Wege verlassen,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns.

Wo Menschen sich verschenken,
die Liebe bedenken,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns.

Wo Mensch sich verbünden,
den Hass überwinden, und neu
beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns.
(EmK Gesangbuch Nr. 568)

 

Montag, 22. Juli | Ich bin auch nur ein Mensch! | Matthäus 5,33-37

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 5,33-37

Die Teile der Bergpredigt, in denen Jesus von der Erfüllung des Gesetzes spricht, gehören zu den herausforderndsten überhaupt. Sie nehmen das bereits unerfüllbare Gesetz und verschärfen es so weit, dass selbst der frommste Christ keine Chance hat, immer danach zu leben. Natürlich kommt da die Frage auf, was das soll. Wozu diese Verschärfung? Will Gott damit das letzte Fünkchen Spaß und Freiheit aus unserem Leben entfernen? Natürlich nicht! Sehr gut auf den Punkt gebracht, hat es Marco Michalzik: Im Lied „Über alles“ von Könige & Priester spricht der Poetry Slammer von „Liebesbeweisen fatal verwechselt mit Verboten“. Also wo steckt im heutigen Text der Liebesbeweis? Ganz einfach: Gott schützt uns davor, unsere Mitmenschen mit leeren Worten zu enttäuschen. Er weiß, dass wir auch nur Menschen sind, die bekanntlich Fehler machen. Ein gebrochenes Versprechen bedeutet bei Gott aber, siehe Verse 34-36, eine Befleckung von Gottes Thron, seinem Schemel und seiner heiligen Stadt, sogar des eigenen Lebens. Statt etwas zu versprechen, was wir am Ende nicht halten können, sagt Gott, wir sollen einfach Ja oder Nein sagen. Das reicht vollkommen. Alles dazwischen schadet nur unnötig. Der letzte Vers sagt sogar, dass alles Weitere vom Bösen kommt. Das erinnert mich an Verse aus Offenbarung 3, in denen steht: „Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“ (Elberfelder Übersetzung). Gott ist kein schwammiger Gott, kein Gott von halben Sachen, sondern, man könnte sagen, ein digitaler Gott. Wie bei einem Binärcode gibt es nur eine 1 oder eine 0. Ja, oder Nein, An, oder Aus. Alles was sich dazwischen befindet ist bei Gott unwichtig, ja sogar unerwünscht. Das heißt aber auch, dass es keine 2 geben kann, kein über das Ziel hinausschießen. Für Gott reicht ein Ja. Etwas zu schwören wäre eine solche 2 und damit absolut überflüssig, ja sogar schädlich. Lasst uns also darauf achten mit unseren Versprechen vorsichtig umzugehen, mit einem einfachen Ja, oder einem Nein, ist man viel besser bedient.

Simon Kühlein, Rotschau

Sonntag, 21. Juli | Bis in die Ewigkeit | Psalm 119,89-96

Sommerandachten 2019

>>> Psalm 119,89-96

Wenn man sich den heutigen Text anschaut merkt man, dass es in allen acht Versen um ein Thema geht: Das Wort Gottes bleibt für immer bestehen. Diese Zusage ist toll. Aber warum so oft?
Heutzutage ist fast alles vergänglich. Schuhe kann man vielleicht zwei Jahre tragen, ein Handy hat man, wenn es gut läuft, ein paar Jahre mehr. Aber auch nicht materielle Dinge wie Freundschaften oder sogar Beziehungen sind oft sehr oberflächlich und halten für die Dauer der Schulzeit oder eines Urlaubs. Vielleicht möchten wir uns auch gar nicht so sehr an „ewige“ Dinge binden. Das bedeutet nämlich Zeit zu investieren, dem Partner treu zu sein und sich für den anderen einzusetzen. Solche Dinge schrecken ab. Aber ist es das nicht wert? Etwas zu haben worauf man sich verlassen kann, wo man weiß man ist immer willkommen, mit Freude und mit Trauer. Genau sowas macht eine echte Freundschaft aus. Und auch Gott möchte mit uns so eine Beziehung haben. Er möchte, dass wir wissen, dass wir immer, also immer immer, zu ihm kommen können.

Wir werden in unserem Alltag oft konfrontiert mit Fragen wie: „Warum liest du in der Bibel?“ „Das gilt doch heute gar nicht mehr.“ Denke mal einen Augenblick darüber nach, was deine Antwort wäre. Ich sage oft, dass es mir unglaublich viel Kraft gibt. Die Bibel enthält so viele wahnsinnig gute Ermutigungen und Zusagen und Antworten auf Fragen oder Zweifel die aufkommen. Außerdem weiß ich, dass bei Gott ein Ort ist, an dem ich wirklich sein kann wie ich bin. Ich kann all meine Gedanken loswerden und Emotionen zeigen, die ich wahrscheinlich sonst niemandem zeigen würde.

In Vers 92 steht (GN): „Wenn dein Gesetz nicht meine Freude wäre, dann wäre ich vor Elend umgekommen.“ Wir sollen das Gesetz zur Freude machen. Mmh. Heißt Gesetz nicht eher „Das was ich dir sage, darfst du nicht tun.“? Nein. Gesetze sind in erster Linie da um uns und andere zu schützen. In den 10 Geboten gibt es auch Gebote, die unsere Beziehung zu Gott stärken sollen. Und das höchste Gebot, das Doppelgebot der Liebe, dient unter anderem dem Weitergeben von Frieden und Liebe. Und genau das macht doch Freude, oder nicht? „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ Wenn wir das annehmen und uns über uns als einzigartige Kreatur Gottes freuen und genauso über unsere Freunde, weil Gott sie uns an die Seite gestellt hat, dann machen wir uns das Gesetz zur Freude. Gott möchte das wir sein Wort verbreiten. Also auch die Gesetze. Und indem wir Freude und Nächstenliebe austeilen und dazu noch von Gott erzählen machen wir genau das. Dadurch erhalten auch wir unter uns Menschen das Wort Gottes bis in die Ewigkeit.

Tabea Hofheinz, München

Samstag, 20. Juli | Jesus legt die Karten auf den Tisch! | Matthäus 5,27-32

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 5,27-32

Wir befinden uns mitten in der Bergpredigt Jesu. Für uns junge Leute mag das darin behandelte Thema noch weit weg erscheinen, aber vielleicht auch für den ein oder die andere näher als gedacht. Es geht um Beziehungen, die kaputtgehen, um „Ehe brechen“ und das geläufigere Wort „Untreue“.

Was bedeutet es, untreu zu sein? Jesus behauptet, es reicht schon ein Blick. Aber wieso sollte man nicht in einer Beziehung sein und trotzdem andere Menschen anziehend finden dürfen? Heißt ein bekanntes Sprichwort nicht „gucken, aber nicht anfassen“? Deswegen habe ich noch lange nicht das Bedürfnis, meinen Freund zu betrügen. Wieso hat Jesus ein Problem damit?
Laut Jesus muss diese Tat Konsequenzen haben, heißt: Das Auge hat geguckt, also gehört das Auge entfernt! „Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du unversehrt in die Hölle geworfen wirst.“ (Vers 29). Wie ist das hier gemeint?
Sich von dem zu trennen, das nicht mehr gut, sondern schlecht, vielleicht faulig geworden ist, erinnert mich an eine oft angewendete Methode. Bei einer Pflanze ist es zum Beispiel so, dass wenn sie von einer Krankheit befallen ist, erst einmal geschaut wird, wie viel von ihr befallen ist. Ist nur ein Zweig befallen, wird dieser entfernt, damit sich der Befall nicht weiter ausbreiten kann und das kann schon ausreichen, um die Pflanze vor dem Absterben zu retten.
Bei dem Vers geht es nicht darum, sich tatsächlich ein Auge herauszuschneiden, sondern eher darum, sich der Sache bewusst zu werden und dann etwas dagegen zu unternehmen. Nur weil ich jemand anderes attraktiv finde, sollte ich meinen Partner nicht vernachlässigen oder gar links liegen lassen. Schwärmereien und andere Menschen attraktiv zu finden ist menschlich, dafür sollte man sich selbst nicht verachten. Wichtig ist, zu erkennen und sich darauf zu besinnen, was man hat und weiter in das bereits Bestehende zu investieren.

An dieser Stelle möchte ich auf die Überschrift in meiner Übersetzung hinweisen. „Kampf gegen die Sünde“ stand darüber. Und ich denke, dass sich das Beispiel auf alles im Leben beziehen kann, denn man kämpft nicht nur in und um eine gelingende Partnerschaft, sondern es gibt jeden Tag so viele verschiedene Möglichkeiten, sich von Gott zu entfernen und zu sündigen.

Was ziehen wir nun aus allem? Jesus möchte, dass wir der Sünde den Kampf ansagen und uns nicht von ihr zu Taten verleiten lassen, die wir im nächsten Moment bereuen könnten. Es ist immer wichtig, sich der Fehler und Probleme bewusst zu werden. Sollte man keine andere Möglichkeit sehen, als Ehe zu brechen, dann nur indem man sich der Folgen und Konsequenzen vollkommen bewusst ist. Ich möchte uns Mut machen, stets gegen die Sünde anzukämpfen und zu versuchen, ganz nah bei Gott zu bleiben!

Jani Djamba, Mainz

Freitag, 19. Juli | „Wie in Fest nach langer Trauer“ | Matthäus 5,21-26

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 5,21-26

Als wir in der 11. Klasse im Musikunterricht auf einmal das Lied von Jürgen Werth und Johannes Nitsch sangen, musste ich kurz stocken. Ich kannte es eigentlich bisher nur aus der Christenlehre und der Jungen Gemeinde und ich war auch nicht auf einer christlichen Schule. Was machte dieses Lied also in meinem Unterricht? Nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte, aber gewundert hat es mich schon. Aber eigentlich ist es doch gar nicht abwegig. Wenn ich alle Menschen in meinem Umfeld fragen würde, was sie von einem versöhnten Miteinander halten, würde wahrscheinlich nur ein sehr geringer Prozentsatz meinen, dass man so etwas in unserer heutigen Welt doch nicht mehr braucht. Und spätestens wenn man die Metaphern dazu zieht, wird wohl kaum noch jemand etwas dagegen haben. „Ein Blatt an toten Zweigen“, „Regen in der Wüste“, „in Seenot – Land in Sicht“ - dafür sollte fast jede*r etwas übrig haben.

Die Frage ist jetzt nur: Wie geht dieses versöhnte Miteinander? Der heutige Bibeltext gibt uns da eine gute Idee. Jesus sagte zu den Menschen damals, man soll sein Opfer einfach erst einmal liegen lassen, wenn einem einfällt, dass man mit jemandem im Streit liegt. Man soll sofort losgehen und sich versöhnen.

Wenn ich überlege, was das heute für mich bedeutet, dann ist das leichter gesagt als getan. Unangenehme Dinge ansprechen, Fehler eingestehen, mich entschuldigen, meine Rechtfertigung stecken lassen, vergeben – das sind nicht die Dinge, die ich super gern mache. Aber manchmal muss ich da einfach durch. Das bedeutet nicht, dass ich jetzt immer den Kopf einziehen soll. Viel eher geht es um ehrliche und klare Kommunikation. Und das bevor Beziehungen komplett an Schweigen zerbrechen.
Und auch wenn sich das alles erst einmal wie tote Zweige, Wüste oder Seenot anfühlt, freue ich mich danach auf Lebendigkeit und Erleichterung.

Esther Friedemann

Donnerstag, 18. Juli | Klarstellung | Matthäus 5,17-20

Sommerandachten 2019

>>> Matthäus 5,17-20

Jesus stellt klar: er ist gekommen um das Gesetz zu erfüllen und nicht, um es außer Kraft zu setzen.

Was bisher geschah:
Jesus heilte Kranke am heiligen Sabbat.
Jesus verurteilte die Ehebrecherin nicht
(nach dem Gesetz).

Ja, man könnte auf den ersten Blick denken, er handelt nach eigenen Gesetzen oder lockert dieses zumindest auf, hier konkret das 4. Gebot (Sabbatgebot) und das 7. Gebot (Ehebruchverbot).

Dass nicht der falsche Eindruck entsteht, er wolle das durch Mose dem Volk gegebene Gesetz außer Kraft setzen, auflockern oder ersetzen, stellt er hier klar: das Gegenteil ist der Fall. Mehr noch: er möchte die Gesetze erfüllen.

In Jesu Leben gab es nie etwas Wichtigeres als Gemeinschaft mit dem Vater zu haben und dessen Willen zu tun. Zu letzterem gehören klar die Gesetze als Anweisung und Anleitung für ein rechtschaffenes Leben.

Auch in den zwei oben genannten Beispielen setzt Jesus nicht die Gesetze Gottes außer Kraft. Was Jesus allerdings stets tat, ist den Menschen, sein Herz, seinen Charakter, sein Denken und Inneres zu betrachten. Dabei hatte der Mensch stets Vorrang gegenüber sturem Befolgen von Gesetzen. Jesus hätte es sich auch einfacher machen können: Dann bleibt der Kranke krank, da Sabbat ist und die Ehebrecherin gehört gnadenlos nach dem Gesetz gesteinigt. Juristisch korrekt, aber Jesus hatte ein Problem damit und entschied sich anders. Denn er sah die Menschen. Und das voller Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Denn auch das entspricht dem Willen und Wesen Gottes. Und das entsprach auch dem Auftrag, den Jesus hier auf der Welt erfüllen sollte: die Rettung der Menschen vor dem (nach dem Gesetz) verdienten Tod.
Jesus nahm die Last und Konsequenz der Sünde auf sich. Kein einziger Mensch, der nach dem Gesetz nicht vor Gott bestehen kann UND Jesu Angebot der Rettung annimmt, muss nun selbst die Last und Konsequenz der Sünde mehr auf sich nehmen. Der Preis ist bezahlt!

Das ist allerdings etwas völlig anderes, als das Gesetz außer Kraft zu setzen. Jesus befreite uns lediglich von den Rechtsfolgen des Gesetzes. Gottes gute Gebote bleiben weiterhin in Kraft, das stellt Jesus in den Versen klar. Es ist an uns, die Gebote aus freien Stücken in Verbindung mit Gehorsam zu erfüllen, da diese dem Willen Gottes entsprechen und auch heute noch zu einem rechtschaffenen Leben führen, an dem Gott Gefallen hat.

Dabei sollten wir natürlich – wie in Allem – dem Bespiel Jesus folgen und die Gesetze erfüllen. Jedoch dürfen wir es uns dabei nicht leichtmachen oder in ein Schwarz-Weiß-Denken fallen. Es ist schwer vorstellbar, dass es Gottes Willen entspricht, dass wir stur und ohne nachzudenken seine Gebote erfüllen. Dabei verkommt unser Handeln zur religiösen Übung. Vielmehr sollten wir versuchen zwar in Gehorsam, jedoch auch mit dem Herzen und mit liebenden Blick auf unseren Nächsten stets zu prüfen, wie Jesus sich in der konkreten Situation verhalten hätte. Wie so oft, liegt dann die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Amelie Gerbeth und Chris Krüger
Auerbach/Vogtl. und Leipzig

 


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Die Andachten für die Sommerzeit 2019 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der  Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.