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Sommerandachten 2022

Donnerstag, 04. August | Streiten wie Jesus? | Johannes 8, 46-59

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 46-59

Was ihr dafür braucht: jemand, mit dem ihr euch streitet, Mut, Ruhe, Liebe, Jesus (weil man Jesus immer braucht). Und so geht’s: Wir nehmen das Beispiel der heutigen Bibellese, um das herauszufinden.

Die Lage hat sich eigentlich schon gestern zugespitzt, bevor der heutige Bibeltext einsetzt. Die Leute, die eigentlich an Jesus glaubten, streiten über die Frage nach der Wahrheit, wie es die Menschen häufig tun.

Jesus bringt nun das Totschlagargument und verlangt, dass jemand ihm eine Sünde zeigt, die er getan hat, und dass damit der Beweis erbracht wäre, dass Jesus auch Fehler macht.

Die Reaktion der Leute kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie merken, dass sie nichts mehr zu erwidern und die Diskussion eigentlich verloren haben, und deshalb beginnen sie, Jesus zu beleidigen. Sowohl die Bezeichnung als „Samariter“, die als ungläubig galten, als auch der Vorwurf, von einem bösen Geist besessen zu sein, unterstellen Jesus, gar nichts mit Gott zu tun zu haben.

Wie würden wir in dieser Situation reagieren, wenn wir Jesus wären? Also ich würde entweder gehen oder richtig hochfahren. Ich bin ja im Recht und wieso werde ich jetzt beleidigt? Aber was macht Jesus? Er sagt einfach, er sei nicht besessen und erklärt sich nochmals.

Die Leute, die jetzt wutentbrannt sind, gehen in die nächste Diskussionsrunde. Sie verstehen nicht, dass Jesus mit seiner Aussage über das Sterben symbolisch spricht. Oder wollen sie es vielleicht falsch verstehen? Mir geht es in Streitigkeiten manchmal so, dass ich den Anderen bewusst falsch verstehen will, weil es sonst nicht in meine „Argumentation“ passt oder ich besser dastehe. Und wie geht Jesus mit dieser Ungerechtigkeit um? Er erklärt sich. Das tut er mit großem Mut und in Ruhe. Wieso Mut? Er ist mit seiner Meinung ganz allein und viele reden wütend auf ihn ein.

Ob die Leute Jesus wirklich nicht verstanden oder ob sie zu wütend waren, um ihn zu verstehen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wird das Gespräch immer heftiger, bis sie Jesus auf eine vermeintliche Gotteslästerung festnageln können. Er sagt, er sei vor Abraham schon da gewesen. Er sei also ewig, und ewig ist nur Gott.

Das ist das ausschlaggebende Argument für die Leute, um Jesus zu steinigen. Da kann ich sie verstehen. Jemand behauptet, Gott zu sein und sie glauben das nicht? Folge: Steinigung. Das Problem ist nur: Jesus ist wirklich Gott.

Ich finde Jesus in dieser Geschichte sehr beeindruckend. Er ist im Recht und erklärt trotzdem immer wieder ruhig, was er meint. Er sagt unverblümt seine Meinung, obwohl alle gegen ihn sind und er dafür sterben könnte. Wie viel besser wäre unsere Welt, wenn wir so streiten würden wie Jesus?

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Lucienne Gewarowski, Aue

Mittwoch, 03. August | Redest du nur oder handelst du schon? | Johannes 8, 31-36

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 31-36

Die Bibel – ein Buch, in dem wir Ermutigung und aufbauende Worte finden. In dem wir Tipps und Hilfe für unser Leben bekommen. In dem Jesus uns erzählt, wir sind Kinder des Teufels. Moment, bitte was??

Ich muss zugeben, wenn ich solche Geschichten lese, dann möchte ich die Bibel am liebsten gleich wieder zuschlagen und weglegen. Sie machen wenig Lust auf mehr. Und es macht noch weniger Lust, wenn man sich vor Augen hält, wer diese Wort spricht. Jesus, God himself, auf die Erde gekommen, um den Menschen Liebe und Frieden vorzuleben.

Aber solche Geschichten zu ignorieren bringt uns auch nicht weiter. Also steigen wir tiefer ein und schauen genau hin, was Jesus uns mit dieser Geschichte sagen möchte.

Die Schriftgelehrten setzten alles daran, dass die Menschen Gott kennenlernen und nach seinen Geboten handeln. Allerdings gingen sie dafür oft ziemlich weit. Wir würden heute sagen, sie schossen über das Ziel hinaus. Denn wenn ein Mensch dieses Angebot nicht annehmen wollte oder gegen ein Gebot verstieß, dann konnten sie ziemlich radikal werden. Ein Beispiel finden wir kurz vorher am Anfang von Kapitel 8. Da wollen sie eine Frau steinigen, weil sie Ehebruch beging. Die Gebote müssen nun einmal eingehalten werden, mit allen Mitteln!

Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit Jesus. In den Augen der Schriftgelehrten lästert er gegen Gott, er missachtet Gebote und verhöhnt die jüdische Tradition. Deswegen wollen sie ihn am liebsten tot sehen. Und genau hier hakt Jesus ein. Denn wer so denkt, der lebt nicht die Wahrheit, die von Gott kommt. Wer tötet statt vergibt, wer hasst statt liebt, wer redet statt handelt, der lebt nicht nach Gottes Worten.

Jesus spricht in dieser Geschichte von sich und seinen Zuhörern. Aber auch für uns und unsere Mitmenschen gilt diese Geschichte. Wie ist das bei uns? Bei dir? Bezeichnest du dich als ChristIn, weil du eingesegnet und vielleicht getauft bist? Oder weil du regelmäßig im Gottesdienst oder in der Jugendstunde sitzt? Oder bezeichnest du dich als ChristIn, weil du in deinem Alltag mit Gott lebst, seine Worte ernst nimmst und sie so gut es geht umzusetzen versuchst?

Jesus macht eine klare Trennung: Er möchte nicht, dass wir nur „auf dem Papier“ Kinder Gottes sind. Jesus möchte, dass es in unserem Leben, in unserem Denken und Handeln spürbar ist. Dass wir vergeben statt töten, lieben statt hassen, handeln statt reden.

Und daher stelle ich dir die Frage: Redest du nur oder handelst du schon?

Katharina Tunger, Lößnitz

Dienstag, 02. August | Jedem seine Wahrheit | Johannes 8, 31-36

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 31-36

„Jedem seine Wahrheit.“ – der vermeintlich Harmonie herstellende Satz wird heute gern ans Ende von Gesprächen gesetzt. So kann jeder denken und tun, was er möchte und was in sein jeweiliges Lebenskonzept passt. Die Frage nach einer allgemeingültigen und übergeordneten Wahrheit treibt die Menschheit zwar nach wie vor um, jedoch reduziert sich der Blick immer mehr auf den individuellen Erfahrungshorizont. Dabei sehnen wir uns alle nach Orientierung – nach der letztendlichen, sicheren und bleibenden Wahrheit, die uns Freiheit, Ruhe und Gewissheit schenkt und unsere Suche beendet. Jesus selbst bezeichnet sich und das Wort Gottes als DIE Wahrheit, die ungeachtet kultureller und individueller Umstände gilt. Die Geschichte, die Gott als Schöpfer dieses Universums, geschrieben hat, ist die Wahrheit. Jesus als einziger Weg zu Gott ist die Wahrheit. Gott als Anfang und Ende dieser Geschichte, in der wir sind, ist die Wahrheit.

Gott als liebender Vater, der jeden einzelnen von uns sieht und für uns sorgt, ist die Wahrheit. Jesus lässt hier keinen Interpretationsspielraum. Die Annahme von Gottes Wort als Wahrheit engt nicht ein, sondern macht wirklich frei. Frei von der Suche nach dem „wahren Leben“ und Erfüllung.
 
Frei von der Enge unserer Denkweise und der daraus folgenden Verwirrung. Und vor allem frei von einem Denken, bei dem wir und unser Verstand das Maß aller Dinge sind – entgegen des Zeitgeistes.

Wir müssen nicht mehr Getriebene auf der Suche nach Orientierung sein. Die höchste und letzte Wahrheit lässt sich nicht mit dem Verstand fassen, sondern am Anfang steht unsere (demütige) Entscheidung, Gottes Wort zu glauben und zu vertrauen. Jesus verspricht, dass wir, wenn wir Gott Raum geben, dann selbst erkennen werden, dass es wahr ist. Wenn wir uns darauf einlassen, bevor wir alles verstanden und in unsere Denkweise gepresst haben. Es gibt diese eine unveränderte, für alle Menschen ewig gültige Wahrheit auch in unserer sich ständig verändernden Welt – seine Wahrheit.

Wir müssen die Wahrheit nicht mehr finden, sondern Gott hat sie offenbar gemacht. Wenn das gilt, dann können wir nicht entscheiden, ob es tatsächlich wahr ist, sondern nur, ob wir es glauben wollen oder nicht. Jesus nachzufolgen bedeutet, Gottes Wort als Wahrheit anzunehmen und sich danach zu richten – nicht, weil Gott ein strenger Herrscher ist, sondern weil es die Wahrheit ist. Die einzige Frage, die sich dann noch stellt, ist: Bist du bereit, den Schritt zu wagen und dich darauf einzulassen?

Alisa Raabe, Rodewisch

Montag, 01. August | … damit ihnen ein Licht aufgeht | Johannes 8, 21-30

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 21-30

Auf frischer Tat wird die Frau beim Ehebruch ertappt (Joh 8, 1 ff). Die Religionsexperten haben die Steine für die vom Gesetz vorgesehene Strafe schon in der Hand. Befürwortet Jesus die Steinigung, wird er für seine Anhänger komplett unglaubwürdig. Wendet er sich dagegen, ist er ein Weichei und Irrlehrer. Jesus befindet sich zwischen den Fronten. „Wer von euch ohne Schuld ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen“, so seine Antwort auf ihre Fangfrage. Die Experten verziehen sich. Keine Steine fliegen. Als Jesus allein mit der Frau ist, sagt er zu ihr: „Sündige in Zukunft nicht mehr.“ Weil sie das von allein und ohne ihn nicht kann, fügt er hinzu: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln.“

Wer ist dieser Jesus? – Die komplizierten Gedankengänge unseres Textabschnitts winden sich vor und zurück. Dabei wird klar: Jesus enttäuscht die Religionsexperten. Er tut dies in der Autorität des lebendigen Gottes (8, 28.29). Sie meinen genau zu wissen, wer Gott ist und wie er handelt. Sie sind überzeugt, ganz genau sagen zu können, was richtig und falsch ist. Bis ins Detail hinein beschreiben und regeln sie, wie ein Leben mit Gott auszusehen hat. Doch sie tappen in Finsternis. Sie sind derart festgelegt, dass ihnen kein Licht aufgeht. Sie verpassen die rettende und befreiende Dynamik des neuen Lebens, das Jesus bringt.

Jesus mutet aber auch seinen Anhängern etwas zu. Sie sind begeistert von seiner Barmherzigkeit, mit der er Sünde überwindet. Sie bejubeln seinen Mut, sich mit denen anzulegen, die immer Recht haben wollen. Sie reiben sich die Hände, weil Jesus es den hartherzigen Experten gezeigt hat. Doch sie merken nicht, dass sie sich damit genau so verhalten, wie sie es bei den anderen kritisieren. Jesus stellt auch sie ins Licht, damit ihnen ein Licht aufgeht. Fan zu sein, ist zu wenig. Es gilt, dem nachzufolgen, der das Licht der Welt ist.

Wer nachfolgt, ist dann dabei, wenn Jesus einem Nikodemus das völlig neue Leben aus Gottes Liebe anbietet (Joh 3); dabei, wenn Jesus am Jakobsbrunnen einer religiös sehr zweifelhaften Frau den Zugang zum Herzen Gottes zeigt (Joh 4); dabei, wenn Jesus am Teich Betesda eine jahrzehntelange Geschichte von Unselbstständigkeit und Selbstmitleid beendet und machtvoll spricht: „Steh auf und geh!“ (Joh 5); dabei, wenn Jesus durch den Tod hindurch zum ewigen Leben aufersteht (Joh 20). Wer nachfolgt, ist nicht nur dabei. Wer Jesus, dem Licht der Welt nachfolgt, erfährt die Dynamik des neuen Lebens und wird selbst verändert.

Harald Rückert, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Frankfurt

Sonntag, 31. Juli | Eine heilige Stadt | Psalm 87

Sommerandachten 2022

Psalm 87

In diesem Psalm wird die Herrlichkeit der Stadt Jerusalems, der Stadt Gottes besungen. Es wird nicht nur die Herrlichkeit der Stadt in der Gegenwart besungen, sondern auch der Zukunft. Rahab (Ägypten) hat nach dem Tod Salomos versucht, Jerusalem einzunehmen, doch Gott hatte einen anderen Plan. Babel hingegen war das Instrument Gottes, die Stadt Jerusalem zu vernichten, als dass Maß ihrer Sünde voll war. So hat Jerusalem in guten und in bösen Tagen den lebendigen Gott erfahren. Gott ist die Stadt Jerusalem so wichtig, da Jesus einmal von dort aus die ganze Erde regieren wird.

Lena Süß, Crottendorf

Samstag, 30. Juli | Kerzen und Bauscheinwerfer – Das Licht der Welt | Johannes 8, 12-20

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 12-20

Gleich im ersten Vers nach der Überschrift spricht Jesus die berühmten Worte, die sicherlich die meisten kennen: „Ich bin das Licht der Welt“. Selbstverständlich versteht er es auch hier wieder, sich in Bildern auszudrücken. Das kann einiges bedeuten. Für mich enthält es viele Aspekte. Am Anfang der Bergpredigt im Matthäusevangelium sagt Jesus sogar: „Ihr seid das Licht der Welt“. Auch wenn er sich damit erst mal an die Jünger wendet, passt diese Ergänzung gut zu meinem Grundverständnis. Gott wirkt durch andere Menschen. Man findet ihn in unserem Miteinander, in Freunden, Familie. Das Licht der Welt verstehe ich nicht als Licht am Ende des Tunnels, auf das man zugeht, oder als Straßenbeleuchtung, durch die plötzlich klar ist, welchen Weg und überhaupt, welches Ziel man hat.

Natürlich kann der Glaube, kann Gott, Orientierung im Leben geben, Grundsätze festlegen. Aber sicher sein, dass ich das richtige mache, die richtigen Entscheidungen treffe, kann ich mir eigentlich nie. Meistens weiß ich nicht, wohin mich meine Wege führen, und ich muss auch schwere Entscheidungen treffen. Aber Gott ist immer bei uns. Er ist das Licht, das in uns leuchten kann. In schlechten Zeiten kann es Trost und Hoffnung spenden. Genauso kann es andere beleuchten, indem wir füreinander da sind. Und ebenso ist es da, wenn wir glücklich sind und dieses Glück weitertragen können, in dem wir „strahlen“. Wenn man damit Leute anstecken kann, oder sich um sie kümmert und hilft, dann kann man für diese Personen auch ein Licht sein. Vom Kerzenlicht, um zu trösten, bis zum Bauscheinwerfer, der vor Glück und Freude andere bestrahlt.

Doch so schön ich das hier auch ausführe, die Pharisäer konnte Jesus mit seiner bescheidenen These nicht überzeugen. Der Bezug auf das Gesetz, nach dem zwei Zeugen nötig seien, um eine Aussage zu beweisen, lässt sich zugegebenermaßen auch für mich nicht logisch nachvollziehen. Der erste Zeuge sei er selbst, der zweite sein Vater, welcher in Jesus wirkt. Vor Gericht hält das wohl nicht stand. Hier zeigt sich für mich, dass der Glaube, dass die Religion sich nicht mit unseren Maßstäben und unserer Logik messen oder beweisen lassen. Auch wenn diese für unser Miteinander, für unser System hier auf der Erde, essenziell sind. Jesus kennenlernen, das können wir vielleicht dadurch, dass wir das Licht ins uns tragen und uns von anderen bescheinen lassen.

Eduard Bär, Leipzig

Freitag, 29. Juli | Steine fallen lassen … | Johannes 8, 1-11

Sommerandachten 2022

Johannes 8, 1-11

Angespannte Stille – alle warten auf eine Antwort … Doch was macht Jesus? Er taucht ab, beugt sich nach unten und zieht Furchen in die Erde. „Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?“

Er ist gefordert eine Antwort zu liefern, gut oder böse – ja oder nein?! Die Ehebrecherin, die Sünde, steht im Mittelpunkt. Doch ist es so einfach? Bestätigt er die alte Ordnung, wie im 3. Buch Mose geschrieben steht oder findet er eine andere Lösung? Jesus taucht ab und hält inne. Die Schriftgelehrten und Pharisäer sind bereit, siegesgewiss die Hände fest um die Steine geschlossen. Die Frau steht zwischen Leben und Tod, von großer Angst und wenig Hoffnung erfüllt. Alle zeigen mit dem Finger auf sie – die da hat gesündigt, sie ist schuld, sie muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Doch Jesus dreht die Perspektive um und richtet sich auf. „Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“ Ein Sprichwort sagt: Wenn ich mit einem Finger auf jemand anderen zeige, zeigen drei Finger auf mich selbst zurück. Der Blick wendet sich von der Frau weg und die Herumstehenden schauen plötzlich auf sich selbst.

Da fällt der erste Stein. Doch er fliegt nicht in Richtung der Frau, sondern wird einfach losgelassen. Schuld darf Schuld sein und darf ans Licht gebracht werden, ohne das Andere darauf zeigen und Steine hinterher werfen. Bei Gott können wir alles ablegen, alles loslassen, das eigene Versagen und Scheitern. Wir müssen nicht unser eigenes Versagen auf Andere transportieren und von uns selbst ablenken. Wir dürfen uns zu unserer Schuld bekennen und um Vergebung bitten. Gott lässt uns gehen und zeigt nicht vorwurfsvoll auf uns, sondern nimmt die Sünde von uns weg. Vielleicht gehen wir mit gesenktem Haupt, aber mit freien Händen und leichten Schultern.

Das Gesetz ist für Jesus damit nicht hinfällig, es heißt immer noch: „Du sollst nicht Ehe brechen!“. Wir sind angehalten in unserem eigenen Verhalten Gutes zu tun, und verantwortungsvoll zu handeln, unserm Partner treu zu sein und mit unserem Verhalten Licht für Andere zu sein. Wenn uns dies einmal nicht gelingt, dürfen wir vor Gott treten und um Vergebung bitten. Er führt uns aus der Sünde heraus und schenkt uns neues Leben mit neuer Verantwortung.

„Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“

Simon Fröhlich, Zwickau

 


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Die Andachten für die Sommerzeit 2022 wurden von Jugendlichen, Teenagern und jungen Erwachsenen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) in Deutschland verfasst.
Sie spiegeln die Breite des Glaubens und Denkens der jungen Menschen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt deshalb bei den AutorInnen.
Die gedruckte Exemplate der Andachten für die Sommerzeit werden kostenlos an die Gemeinden der EmK in Deutschland abgegeben. Sie dienen keinem kommerziellen Zweck und werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.